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Die Feuerwehren im Kreis Heinsberg
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Die Zeit ist um, das wars, Auf Wiedersehen!

Zum Abschied wurden Bezirksbrandmeister Manfred Savoir und sein Stellvertreter Uwe Lomberg mit einem Großen Zapfenstreich durch den Instrumentalverein Herbach sowie dem Spielmannszug Loverich/Floverich vor dem Rathaus der Stadt Übach-Palenberg verabschiedet. Über zweihundert Feuerwehrleute aus dem Regierungsbezirk Köln, dem Kreis Heinsberg und seiner Heimatstadt Übach-Palenberg nahmen am Samstag den 18. November 2017 an dieser beeindruckenden Veranstaltung teil.

Im Anschluss wurden BBM Savoir als auch sein Stellvertreter Uwe Lomberg im Rahmen einer Feierstunde im Pädagogischen Zentrum der Stadt Übach-Palenberg gewürdigt.

Die Eröffnung und Moderation während der Veranstaltung übernahm der Kreisbrandmeister des Rheinisch-Bergischen Kreises und dienstältester Kreisbrandmeister im Regierungsbezirk Köln Wolfgang Weiden und für die musikalische Untermalung sorgte die Feuerwehrmusikkapelle Stolberg.

Weiden begrüßte unter anderem den Landrat des Kreises Heinsberg Herrn Stephan Pusch, die Bürgermeister Herrn Wolfgang Jungnitsch und Georg Schmitz sowie den Vorsitzenden des Feuerwehrverbandes in NRW, Dr. iur. Jan Heinisch, den ehemaligen Feuerschutzdezernenten der Bezirksregierung Köln, Helmut Exner, sowie den amtierenden und den designierten Bezirksbrandmeister als auch deren Stellvertreter.

Bei dem Kreisfeuerwehrverband Heinsberg, den beteiligten Feuerwehren des Kreises und der Freiwilligen Feuerwehr Herzogenrath, dem THW Übach-Palenberg und dem Malteser Hilfsdienst bedankte sich Weiden für die Organisation und Durchführung der Veranstaltung.

Als erster Redner begrüßte Bürgermeister Jungnitsch die Gäste und bedankte sich in seiner Rede besonders für das grenzenlose Engagement Savoirs für den Feuerschutz und für die Hilfeleistung im Bereich der Gefahrenabwehr, mit dem Ziel, dass sich die Bürger zu jeder Zeit sicher fühlen können.

Im Abschluss seiner Rede bedankte er sich auch im Namen des Rates und der Verwaltung der Stadt Übach-Palenberg für die geleisteten ehrenamtlichen Dienste und wünschte Savoir alles Gute für die Zukunft.

Landrat Pusch, der als Vertreter der 8 Kreise und der 4 kreisfreien Städte ein Dankeswort an die scheidenden Amtsinhaber richtete lobte im Besonderen den unerbittlichen Einsatz Savoirs für das Ehrenamt und die Förderung der Feuerwehren. „Das Ehrenamt ist und bleibt eine wichtige Säule der Feuerwehren!“ so der Landrat.

„Die Kommunen, die Kreise und die kreisfreien Städte habe die Zusammenarbeit mit dem scheidenden Bezirksbrandmeister sehr geschätzt“ so Pusch weiter und überreichte als Dankeschön Präsente an Manfred Savoir und Uwe Lomberg.

Es folgte die Laudatio, gehalten von dem ehemaligen Kreisbrandmeister des Rhein-Sieg-Kreises und ehemaligen Vorsitzenden des Landesfeuerwehrverbandes NRW Walter Jonas.

Als nächstes folgten die Ehrungen der beiden scheidenden Amtsinhaber.

Lomberg wurde mit der Ehrennadel des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV) in Silber und Savoir mit dem Brand- und Katastrophenschutzzeichen in Silber des Landes NRW für ihre herausragenden Leistungen ausgezeichnet. Letzteres wurde bis heute erst einmal verliehen.

Zum Abschluss hatte natürlich BBM Savoir das Wort. BBM Manfred Savoir bekleidet das Amt seit dem 1. November 2005 und unterstützte von Januar 1991 bis November 2005 als stellvertretender Bezirksbrandmeister den damaligen BBM Anton Mertens.

In seiner Rede bedankte sich Savoir bei allen Gästen, den Organisatoren und Durchführenden der Veranstaltung als auch bei allen Feuerwehren und Feuerwehrkameraden und -Kameradinnen.

In seiner Rede gab er einen kleinen Einblick in das Gewesene und einen Ausblick in die Zukunft. Er sprach voller Respekt über die kooperative Zusammenarbeit mit den vorgesetzten und nachgeordneten Dienststellen. Den Kreisbrandmeistern dankte er für alles was während seiner Amtszeit gemeinsam auf den Weg gebracht wurde und besonders seinem Stellvertreter Uwe Lomberg für die pflichtbewusste und überaus verlässliche Zusammenarbeit.

Manfred Savoir beschloss seine Rede mit den Worten: „Die Zeit ist um, das wars, Auf Wiedersehen!

Als letzte Amtshandlung dieses Abends stellte BBM Savoir dann die von der Bezirksregierung nach Anhörung der Kreisbrandmeister im Regierungsbezirk Köln designierten Nachfolger Heinz-Peter Brandenberg (Erftstadt, Rhein-Erft-Kreis) als Bezirksbrandmeister und Klaus Bodden (Wegberg, Kreis Heinsberg) als stellvertretenden Bezirksbrandmeister vor.

Heinz-Peter Brandenberg bekleidete in den vergangenen sieben Jahren das Amt des Kreisbrandmeisters des Rhein-Erft-Kreis, Klaus Bodden ist seit 2013 Kreisbrandmeister des Kreises Heinsberg.

Die Amtszeit der Ehrenbeamten auf Zeit beträgt 6 Jahre. Der Bezirksbrandmeister und sein Stellvertreter unterstützen die Bezirksregierung bei der Aufsicht über die Freiwilligen Feuerwehren in Gemeinden ohne Berufsfeuerwehren. Dazu zählt die Nachwuchsförderung ebenso wie die Altersschichtung, um den Fortbestand der Freiwilligen Feuerwehren zu gewährleisten. Auch die Beratung in fachlichen Angelegenheiten und die Überprüfung, ob die im Feuerschutz- und Hilfeleistungsgesetz vorgeschriebenen Aufgaben eingehalten werden, ist wesentlicher Bestandteil des Aufgabenspektrums.

Weiterhin wirken der Bezirksbrandmeister und sein Stellvertreter im Krisenstab der Bezirksregierung Köln, bei der Feuerwehrunfallkasse und im Verband der Feuerwehren mit. Sie sind Prüfer am Institut der Feuerwehr in Münster und verleihen Ehrenurkunden z.B. bei Gründungsjubiläen von Freiwilligen Feuerwehren).

Nun ist es offiziell und amtlich: Der Kreis Heinsberg hat eine eigene Wasserrettungseinheit Feuerwehrtaucher. Zur ersten Dienstbesprechung versammelte sie sich gemeinsam mit dem Leiter Brand- und Katastrophenschutz Kreis Heinsberg, Thomas Kähler (r.), Kreisbrandmeister Karl-Heinz Prömper (l.) sowie den stellvertretenden Kreisbrandmeistern Friedel Mannheims und Hans-Hubert Plum (2. u. 3. v. r.).

Am Ende seiner Amtszeit konnte sich Kreisbrandmeister Karl-Heinz Prömper noch einen Herzenswunsch erfüllen. Lange Jahre hatte er dafür gekämpft, dass der Feuerwehrtauchverein Heinsberg ein fester und legitimer Bestandteil der Freiwilligen Feuerwehr des Kreises Heinsberg wird.
Bei dem Feuerwehr-Tauchverein handelt es sich um einen privaten, eingetragenen Verein, dessen Mitglieder ausnahmslos Mitglieder aus Freiwilligen Feuerwehren des Kreises Heinsberg sind, die Interesse am Tauchen haben. Von Beginn an hat dieser Verein nach den Anforderungen der Feuerwehrdienstvorschrift 8 - Tauchen – ausgebildet, gearbeitet und auf Anforderung auch Einsätze durchgeführt.
Das vorhandene Equipment entspricht den Anforderungen der für das Feuerwehrtauchen geltenden Vorschriften. Der Tauchverein hat zurzeit 20 Mitglieder, von denen 17 ausgebildete Feuerwehrtaucher, 2 ausgebildete Feuerwehr-Lehrtaucher und 4 ausgebildete Bootsführer sind.
Da es sich um einen privaten Verein handelt, ist der Versicherungsschutz bei Einsätzen über die Unfallkasse NRW nur bedingt gegeben. Übungen sind nicht über die Unfallkasse NRW abgedeckt, da es sich dabei aus rechtlicher Sicht um private Veranstaltungen handelt. Ein Zustand, der so nicht länger tragbar war, da die Kameraden eine wichtige Aufgabe zum Schutz der Bevölkerung des Kreises Heinsberg und in Zusammenarbeit mit anderen auch darüber hinaus ausüben.
Im Kreis Heinsberg ist eine Vielzahl von Gewässern vorhanden, bei denen durch die Nutzung der Gewässer Gefahren für die Bevölkerung bestehen. Darunter zum Beispiel: zwei offizielle Badeseen zuzüglich des Lago in Heinsberg, eine Tauchschule, zwei Segelclubs, bei denen mit Kindern und Erwachsenen regelmäßig Regatten durchgeführt werden, Gewerblich betriebener Freizeitspaß auf Rur und Wurm. „Paddel & Pedale“ wo mit Kindern, Erwachsenen sowie Senioren Fahrten übers heimische Gewässer angeboten werden. Naherholungsgebiete mit Campingplatz direkt am Wasser (Effeld, Heinsberg, Gangelt, etc.) Viele Angelvereine befinden sich täglich am Wasser um ihrem Hobby nachzukommen und um ihr Gewässer durch Arbeiten am Ufer in Ordnung zu halten oder Schwimmvereine, die auch im Sommer mit Groß und Klein ihre Übungen und Turniere abhalten.
Durch die vielfältige Wassersportnutzung ergeben sich in allen genannten Bereichen Ertrinkungsgefahren mit der Notwendigkeit, Rettungstaucher zur Rettung bzw. zur Bergung einzusetzen.
Gemäß dem Feuersschutz- und Hilfeleistungsgesetz (FSHG) müssen die Gemeinden den örtlichen Verhältnissen entsprechende, leistungsfähige Feuerwehren unterhalten. Gemäß § 1 (5) FSHG müssen Kreise Einrichtungen für den Feuerschutz und die Hilfeleistung unterhalten, soweit ein überörtlicher Bedarf besteht.
Die große Anzahl von Wasserflächen mit deren intensiver Nutzung stellt ein Gefährdungspotential dar, dem die Gefahrenabwehr Rechnung tragen muss. Keine Feuerwehr im Kreis Heinsberg alleine ist in der Lage, eine erforderliche Taucheinheit einzurichten und zu unterhalten. Deshalb war es eine Aufgabe des Kreises auf der Basis des § 1 (5) FSHG.
Um Rechtssicherheit sowohl beim Zugriff auf die Kameraden für den Einsatz- und Übungsfall als auch in Bezug auf den Versicherungsschutz zu gewährleisten, war die Einrichtung einer „Wasserrettungseinheit Feuerwehrtaucher Kreis Heinsberg“ erforderlich.
Aufbau und Organisation dieser Einheit wird in Anlehnung an die beiden bestehenden Kreiseinheiten ABC-Zug Kreis Heinsberg und IuK-Einheit (Informations- und Kommunikation) Kreis Heinsberg erfolgen und dem Kreisbrandmeister unterstellt.
Alle Taucher / Mitglieder des Vereins werden in die neue Einheit übernommen. Wie bei den beiden anderen Kreiseinheiten wird eine Entsendung zur Mitarbeit in der Wasserrettungseinheit durch die Leiter der Heimatfeuerwehren erfolgen. Damit ist der Versicherungsschutz über die Unfallkasse NRW bei allen Tätigkeiten der Einheit gegeben.
Nachdem alle Modalitäten mit der Kreisverwaltung geklärt waren konnte Kreisbrandmeister Karl-Heinz Prömper die Wasserrettungseinheit Feuerwehrtaucher des Kreises Heinsberg ins Leben rufen.
Bei der ersten Dienstbesprechung der Wasserrettungseinheit Feuerwehrtaucher Kreis Heinsberg bestellte der Kreisbrandmeister, in Abwesenheit wegen Urlaub, Hauptbrandmeister Guido Funk (Feuerwehr Stadt Heinsberg) zum Leiter des Tauchwesens. Zu seinem Stellvertreter bestellte der Kreisbrandmeister Hauptbrandmeister Norbert Schmitz (Feuerwehr Stadt Heinsberg).

Am vergangen Samstag fand in der VELTINS-Arena in Gelsenkirchen die Verleihung des Sicherheitspreises 2014 der Unfallkasse NRW statt.

Dazu lud die Unfallkasse NRW die neun Finalisten des "Sicherheitspreises der Jugendfeuerwehren" in das modernste Stadion Europas nach Gelsenkirchen ein. Im Rahmen des offiziellen Programms stellten die Finalisten ihren Beitrag persönlich vor. So auch die Wegberger Jugendfeuerwehr. Die Jugendlichen hatten sich vor der Teilnahme an diesem Projekt intensiv Gedanken dazu gemacht, wie man die Arbeit der Jugendfeuerwehr sicherer gestalten kann. Doch die Konkurrenz war stark - so präsentierten die weiteren Finalisten ihre Arbeiten wie zum Beispiel Verbesserungen an Feuerwehreinsatzhelmen, sichere Schlauchwickelmaschinen oder oder auch leichtere Entnahmemöglichkeiten von Einsatzgerätschaften.

Den ersten Platz machte die Wegberger Jugendfeuerwehr mit ihrem kindgerechten Übungsdummy. Die Idee war, dass die Jugendlichen bei ihren Übungen nicht mehr die schweren Dummys tragen müssen, wie es die Kameraden aus der aktiven Wehr zu Übungszwecken machen. Diese Dummys wiegen ca. 50 bis 75 Kilogramm und sind für die heranwachsenden Einsatzkräfte alles andere als Rückenschonend. Die entwickelten, leichten Dummys wiegen lediglich ein paar Kilogramm, stehen jedoch den "echten" Dummys in Größe und Stabilität in nichts nach. Zudem kann dieser leichte Dummy im Wasser als auch an Land genutzt werden.

Über den ersten Platz freute sich die mitgereisten Jugendlichen sowie das Ausbilderteam von Stadtjugendfeuerwehrwartin Ilka Karduck. Zu den ersten Gratulanten vor Ort zählten neben der stellvertretenden Bürgermeisterin der Stadt Wegberg, Frau Dr. Broy, auch voller Stolz Wehrleiter Dietmar Gisbertz sowie der Kreisjugendfeuerwehrwart Willi Welfens. Weitere Glückwünsche gingen unverzüglich noch von Kreisbrandmeister Klaus Bodden sowie Bürgermeister Michael Stock ein.

Im Anschluss an die Übergabe der Siegerprämie in Höhe von 1.000 Euro stand eine Führung durch die VELTINS-Arena auf dem Programm. Später konnten die Jugendlichen den Tag nochmal in lockerer Atmosphäre in einem Schnellrestaurant bei Burger und Pommes revue passieren lassen.

Natürlich gratulieren auch die Kameradinnen und Kameraden der aktiven Wehr sowie der Alters- und Ehrenabteilung herzlich zu dieser hervorragenden Leistung unserer Wegberger Jugendfeuerwehr.

Kreisbrandmeister Karl-Heinz Prömper wurde verabschiedet.

Lob und Dank gab es für den scheidenden Kreisbrandmeister, beste Wünsche für seinen Nachfolger im Ehrenamt an der Spitze der Feuerwehr im Kreis Heinsberg: Bei einer Feierstunde im Kreishaus wurde am späten Donnerstagnachmittag der Wachwechsel vollzogen. Karl-Heinz Prömper (57) aus Waldfeucht, der aus persönlichen Gründen nach 14 Jahren dieses Amt aufgab, wurde offiziell verabschiedet. Klaus Bodden (51) aus Wegberg erhielt seine Ernennungs­urkunde.

Dank gilt allen Wehrleuten
Betont wurde bei dem Festakt im großen Sitzungssaal die Bedeutung des Ehrenamtes. So schloss Landrat Stephan Pusch in seinen Dank an Prömper ausdrücklich alle Feuerwehrleute ein, „die Tag und Nacht einsatzbereit sind und viele Stunden ihrer Freizeit für das Wohl anderer Menschen opfern“. Und auch die Ehefrauen mit ihrer Unterstützung und ihrem Verständnis wurden nicht vergessen. So durften sich Ursula Treffer-Prömper und Petra Bodden über Blumensträuße freuen.
Als „Feuerwehrmann mit Leib und Seele“ charakterisierte der Landrat Karl-Heinz Prömper, der bereits sechs Jahre nach seinem Eintritt in die Hückelhovener Feuerwehr die Prüfung zum Brandmeister und weitere fünf Jahre später die Prüfung zum Zugführer abgelegt habe. „Spätestens da zeichnete sich ab, dass die Feuerwehr in Ihnen eine engagierte und fachkundige Führungsperson hatte“, sagte Pusch. Der Kreis Heinsberg sei sehr froh gewesen, in Prömper einen derart ausgewiesenen Fachmann an der Spitze der Feuerwehren zu wissen. Diese würden immer mehr vor großen Herausforderungen stehen. Prömper habe sie angenommen und gemeinsam mit dem Kreis viele Weichen für die Zukunft gestellt. Er sei daran beteiligt gewesen, dass noch größerer Wert auf Aus- und Fortbildung gelegt wurde“. Denn der moderne Feuerwehrmann sei heute ein vielseitig ausgebildeter Spezialist, der mehr beherrschen können müsse als einen Lkw und ein C-Rohr. Prömper hinterlasse den Bürgern eine gut ausgebildete, gut ausgerüstete, in vielen Bereichen hoch spezialisierte und hoch motivierte Feuerwehr. Seine Leistungen seien auch mit vielen Feuerwehr-Ehrungen angemessen gewürdigt worden. „Mit Ihrem Einsatz waren Sie ein echtes Vorbild für die vielen Ehrenamtler im Bereich der Freiwilligen Feuerwehren.“ Die Feuerwehr, so Pusch weiter, sei eine der größten uneigennützig arbeitenden Organisationen im Kreisgebiet. Sie schütze Leib und Leben, Hab und Gut aller Bürger. Sie genieße daher auch vollstes Vertrauen. Mit Klaus Bodden wisse er ebenfalls einen ausgewiesenen Fachmann im Amt des Kreisbrandmeisters, sagte der Landrat über Prömpers Nachfolger. Die Herausforderungen und die Anforderungen an die Feuerwehren würden nicht geringer: „Sie werden sich dieser Aufgabe mit Engagement und Umsicht stellen“, so Pusch. Bodden habe vielfach Führungsqualitäten unter Beweis gestellt.


Bezirksbrandmeister Manfred Savoir dankte Prömper für die kooperative und vertrauensvolle Zusammenarbeit „auf Augenhöhe“. Dabei habe Prömper stets eine Gratwanderung absolvieren müssen zwischen der unbedingt erforderlichen Aufgabenerfüllung und dem Machbaren. „Förderung des Ehrenamtes“ müsse die Botschaft lauten, denn die Aufgaben würden immer anspruchsvoller und immer umfangreicher. Die Einsatzfähigkeit des Ehrenamtes sei dabei unabdingbar. Klaus Bodden wünschte der Bezirksbrandmeister viel Erfolg und einen guten Start.


Karl-Heinz Prömper freute sich, dass sein Vater der Feier beiwohnte „Er hat mich dazu gebracht, in die Feuerwehr einzutreten.“ Nun nach 41 Jahren einen Schlussstrich zu ziehen, sei nicht so einfach. Er dankte allen für die Unterstützung und mahnte, Kameradschaft und Tradition zu bewahren und die Zusammenarbeit mit den anderen Hilfsorganisationen zu verstärken.
Von einem „besonderen Moment“ sprach Klaus Bodden, nachdem er die „reizvolle und verantwortungsvolle Aufgabe“ angetreten hatte. Dank und Respekt zollte er seinem Vorgänger. Er dankte aber auch den Leitern der Feuerwehren im Kreisgebiet, dem Kreistag und seinem Arbeitgeber, der Stadt Wegberg, für die zugesicherte Freistellung, um dieses Ehrenamt wahrnehmen zu können. (disch)
Können und Führungsfähigkeiten bewiesen


Zuletzt bei der Hochwasserbekämpfung im Einsatz
Karl-Heinz Prömper stellte nach den Worten von Landrat Stephan Pusch Können und Wissen, Einsatzwillen und Führungsfähigkeiten während seiner Feuerwehrlaufbahn in verschiedenen Positionen unter Beweis. So war Prömper von 1978 bis 1988 Stadtjugendfeuerwehrwart in ­Hückelhoven, wo er von 1986 bis 1988 als Gruppenführer der neuen Messeinheit und von 1988 bis 1998 als Wehrführer fungierte.
An die Spitze der Feuerwehren im Kreis gelangte er Mitte der 90er-Jahre: zunächst als stellvertretender Kreisbrandmeister von 1995 bis 1998. „Mit der Bestellung zum Kreisbrandmeister zum 1. Januar 1999 und zum Einsatzleiter bei Großschadensereignissen zum 6. Juni 2002 erreichten Sie den Gipfel Ihrer Feuerwehr­karriere“, stellte der Landrat in seiner Rede zur Verabschiedung Prömpers anerkennend fest.
Klaus Bodden, gelernter Vermessungstechniker, ist hauptberuflich als Feuerwehrmann tätig; er leitet die Feuerwache der Stadt Wegberg. Seit 1980 gehört er der Löschgruppe Wildenrath an und hat diese Einheit zehn Jahre lang geführt, ehe er sieben Jahre lang Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Wegberg war – bis 2010. 
Ähnlich wie Prömper hat Bodden an vielen Lehrgängen und Seminaren teilgenommen und ist inzwischen selbst als Ausbilder tätig. Darüber hinaus ist er Mitglied der Mobilen Führungsunterstützung Rheinland, die zuletzt im Rahmen der Hochwasserbekämpfung in Magdeburg im Einsatz war.
Der Kreistag hat am 18. Juli den Beschluss gefasst, Klaus Bodden mit Wirkung zum 1. August zum Kreisbrandmeister zu ernennen.

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