WASSER MARSCH!

Diesen „Befehl“ hatte Petrus an diesem Samstag wohl zu wörtlich genommen. Von Beginn bis zum Ende regnetet es beim diesjährigen Leistungsnachweis des Kreisfeuerwehrverbandes Heinsberg e.V..
Trotzdem erfüllten auf dem Gelände der Hauptschule in Oberbruch alle 41 teilnehmenden Gruppen aus dem gesamten Kreisgebiet die an sie gestellten Anforderungen.
So konnte Oberschiedsrichter Hans Hubert Plum am Vormittag 21 Gruppen und am Nachmittag nochmal 20 Gruppen begrüßen. Er selber wird diesen Leistungsnachweis wohl in sehr feuchter Erinnerung behalten. Schon am Mittag war er, aber auch die anderen Mitstreiter nass bis auf die Haut.

Seit 1974 wird dieser Leistungsnachweis vom Kreisfeuerwehrverband ausgerichtet. Auch in diesem Jahr erfüllten wieder alle Gruppen die an sie gestellten Anforderungen.

„Alle Gruppen waren sehr gut motiviert trotz des schlechten Wetters.“ Auch Kreisbrandmeister Karl-Heinz Prömper dankte den Feuerwehrleuten für ihre Einsatzbereitschaft. Ebenso zufrieden zeigte sich Ludwig Schöpgens, Dezernent der Kreisverwaltung und Kurt Schröder Leiter Ordnungsamt der Kreisverwaltung, die sich persönlich ein Bild vom Leistungsstand der heimischen Wehren machten.

Aufgabe für die Staffel - Löschangriff mit zwei C-Rohren:

Eine Staffel (1 Staffelführer/in und 5 Feuerwehrmänner/Frauen) nehmen einen Löschangriff vor. Für die Staffel heißt die Aufgabe „Löschangriff mit zwei C-Rohren“. Wasserentnahme für alle ist das offene Gewässer.
Zudem muss der Maschinist zuerst nach dem Einsatzbefehl die Einsatzstelle mit Warnblinkanlage, Fahrlicht und blauem Blinklicht sichern. Danach unterstützt er die Trupps bei der Geräteentnahme und legt Kupplungsschlüssel, Saugkorb sowie Halte, -und Ventilleine an der Wasserentnahmestelle ab. Erst danach darf der Motor gestartet werden.

Aufgabe für die Gruppe - Löschangriff mit drei C-Rohren:

Eine Gruppe (1 Gruppenführer/in und 8 Feuerwehrmänner/Frauen) tragen einen Löschangriff möglichst schnell und nach Dienstvorschrift mit möglichst wenigen Fehlern vor. Die Zeit wird gestoppt und die Fehler von Schiedsrichtern mit Strafzeiten bewertet. Bei diesem Löschangriff müssen die Feuerwehrleute eine Saugleitung zusammenkuppeln, um Wasser aus einem offenen Gewässer (Wasserbecken) entnehmen zu können. Gleichzeitig wird eine Schlauchleitung von 70 Metern verlegt. Ist die Saugleitung fertig, werden noch einmal 60 Meter Schlauchleitung verlegt und die Zielfeuer „gelöscht“.

Ebenfalls geprüft wurde, ob alle Gruppenmitglieder die geforderten neun verschiedenen Feuerwehrknoten beherrschten. Ein Staffellauf und die Beantwortung eines Fragenkatalogs zu Themengebieten wie Digitalfunk, Rettungsgeräte, Löschfahrzeuge und Gefahren der Einsatzstelle rundeten die Aufgabenstellungen ab.

Im Rahmen des Leistungsnachweises realisierte das DRK nunmehr zum vierten Mal eine Blutspendenaktion, an der sich in diesem Jahr mehr als 50 Personen beteiligten.

     

Delegiertentagung 2011 in Aphoven

Delegiertenversammlung des 37. Kreisfeuerwehrverbandstags beim 100jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Heinsberg Löschgruppe Aphoven

Kreisbrandmeister Karl-Heinz Prömper begrüßte zu diesem Verbandstag eine Anzahl von Ehrengästen aus der Politik, dem THW, anderen Feuerwehrverbänden, die Ehrengäste aus den Reihen des KFV Heinsberg und die Delegierten der Städte und Gemeinden.
Ein besonderer Gruß galt auch Landrat Stephan Pusch, Bürgermeister und Schirmherr Wolfgang Dieder, Bezirksbrandmeister Manfred Savoir und der Jubelwehr der Löschgruppe Aphoven.
Der Kreisbrandmeister sprach in seiner Begrüßung den Umstand wie dieses Fest dann

doch noch zustande gekommen ist an. Nach dem schweren Busunfall beim Ausflug der Löschgruppe Aphoven am 18. Juli 2011, wo die Freundin eines Kameraden ums Leben gekommen ist, ist es den Kameradinnen, Kameraden und deren Angehörigen gelungen ein solches Fest auf die Beine zu stellen.

Landrat Pusch würdigte die Arbeit des Verbandes: „Dazu, dass wir im Kreisgebiet im Feuerwehrbereich gut aufgestellt sind, trägt seit seinem Bestehen auch unser Kreisfeuerwehrverband mit

bei.“ Das System der Hilfeleistung, gestützt auf die Freiwilligen Feuerwehren, könne aber nur aufrechterhalten werden, so Pusch, wenn genügend Nachwuchs zum Engagement im Feuerwehrbereich bereit sei. Den Feuerwehrleuten dankte der Landrat für die stete Einsatzbereitschaft und ihr uneigennütziges Eintreten für die Allgemeinheit sowie ihre Treue.

Bürgermeister Dieder sagte: „Ein optimaler Ausbildungsstand, Leistung und Tatkraft der Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehren sind ein klassisches Vorbild für verantwortungsbewusstes Verhalten des Staatsbürgers gegenüber dem Gemeinwesen.“

Verbandsvorsitzender Kreisbrandmeister Karl-Heinz Prömper Zum Auftakt der Versammlung spielte der Spielmannszug des KFV Heinsberg Bürgermeister der Stadt Heinsberg und Schirmherr Wolfgang Dieder

Personalstand

Im Anschluss verlass Kreisbrandmeister Prömper den Jahresbericht 2010 / 2011.

Der Kreisfeuerwehrverband Heinsberg hatte zum 31.01.2010 einen Mitgliederstand von 3502 Feuerwehrmänner und –frauen, die sich in:
2253 aktive Kameradinnen und Kameraden, 831 Kameraden der Ehrenabteilung und 418 Jungen und Mädchen in den Jugendfeuerwehren aufgliedern.
Der Anteil an Frauen und Mädchen in den Feuerwehren beträgt dabei 127.
77 Frauen
verrichten aktiven Feuerwehrdienst und sind dabei, wie ihre männlichen Kollegen, in allen Fachbereichen des Feuerwehrwesens aktiv.

und sind dabei, wie ihre männlichen Kollegen, in allen Fachbereichen des Feuerwehrwesens aktiv.

Die Feuerwehren des Kreises Heinsberg wurden im Jahre 2010 zu insgesamt 2229 Einsätzen alarmiert. Das sind 70 Einsätze mehr als im Jahre 2009.
Die Einsätze gliedern sich in:
592 Brandeinsätze, die sich auf 478 Kleinbrände, 65 Mittelbrände, 19 Großbrände und 30 überörtliche Hilfeleistungen verteilen.
Im Vergleich zu 2009 hat sich die Zahl der Brände damit um 111

verringert und erreicht damit wieder den Stand von 2008.
Bei diesen Einsätzen konnten 29 Menschen gerettet werden. Leider waren auch 10 Tote bei diesen Brandeinsätzen zu beklagen. Die Zahl der Brandtoten hat sich damit gegenüber 2009 um 2 erhöht.

Die Zahl der Einsätze zur Technischen Hilfeleistung betrug in 2010 - 1667 Einsätze. Gegenüber dem Vorjahr sind dies 493 Einsätze mehr. Im Rahmen der Technischen Hilfeleistungen konnten 131 Menschen aus Notlagen gerettet werden. 20 Menschen konnten leider nur noch tot geborgen werden. Die Zahl der tödlichen Unfälle erhöhte sich damit um 9. Die Anzahl der Fehlalarmierungen ist mit 245 gegenüber 282 in 2009 und 319 in 2008 weiter zurückgegangen.

Einsätze 2010

Die Feuerwehren des Kreises Heinsberg wurden im Jahre 2010 zu insgesamt 2229 Einsätzen alarmiert. Das sind 70 Einsätze mehr als im Jahre 2009.
Die Einsätze gliedern sich in:
592 Brandeinsätze, die sich auf 478 Kleinbrände, 65 Mittelbrände, 19 Großbrände und 30 überörtliche Hilfeleistungen verteilen.
Im Vergleich zu 2009 hat sich die Zahl der Brände damit um 111 verringert und erreicht damit wieder den Stand von 2008.
Bei diesen Einsätzen konnten 29 Menschen gerettet werden. Leider waren auch 10 Tote bei diesen Brandeinsätzen zu beklagen. Die Zahl der Brandtoten hat sich damit gegenüber 2009 um 2 erhöht.
Die Zahl der Einsätze zur Technischen Hilfeleistung betrug in 2010 - 1667 Einsätze. Gegenüber dem Vorjahr sind dies 493 Einsätze mehr. Im Rahmen der Technischen Hilfeleistungen konnten 131 Menschen aus Notlagen gerettet werden. 20 Menschen konnten leider nur noch tot geborgen werden. Die Zahl der tödlichen Unfälle erhöhte sich damit um 9. Die Anzahl der Fehlalarmierungen ist mit 245 gegenüber 282 in 2009 und 319 in 2008 weiter zurückgegangen.

Die Gremien des Kreisfeuerwehrverbandes Heinsberg waren auch in diesem Berichtszeitraum wieder sehr aktiv. In Vorstands- und Ausschußsitzungen wurden Vorschläge und Anregungen aus den Reihen der Mitglieder besprochen und umgesetzt.
Vertreter des Verbandes haben an Sitzungen der Gremien des Verbandes der Feuerwehren NRW (VdF NRW) und des Deutschen Feuerwehrverbandes teilgenommen.
Auch in den Prüfungsausschüssen am Institut der Feuerwehren des Landes NRW wirken Vertreter unseres Verbandes im Auftrage des VdF NRW mit.
Eine gute Tradition ist die Ausrichtung des Seniorentages des Kreisfeuerwehrverbandes. Dieser wurde am 1. Oktober 2010 zum 36. Mal durchgeführt. Ausrichter waren die Kameraden der Feuerwehr Heinsberg. Etwa 400 Kameraden der Ehrenabteilungen genossen in der Kantine des Industrieparks Oberbruch frohe Stunden bei Musik und Unterhaltung.
Den Organisatoren und den Kameraden der Feuerwehr der Stadt Heinsberg sprach er dafür nochmals den Dank des Kreisfeuerwehrverbandes für die Ausrichtung aus.
Beim Leistungsnachweis haben im Mai dieses Jahres 43 Gruppen mit insgesamt 390 Teilnehmern aus dem

ganzen Kreis Heinsberg ihr können gezeigt. Auch hier gilt der Dank den Kameraden der Feuerwehr Heinsberg, die in bewährter Weise wieder die Betreuung übernommen haben. Auch der Stadt Heinsberg gilt unser Dank für das zur Verfügung stellen des Schulgeländes als Ausrichtungsstätte.
Zum dritten Mal wurde im Rahmen des Leistungsnachweises durch das DRK eine Blutspendenaktion durchgeführt. Der Blutspendedienst konnte sich über 61 Spender freuen und bewertete dies als eine gelungene Aktion.
Aktuell sind auch Feuerwehren und Hilfsorganisationen unseres Kreises im Rahmen der Vorgeplanten, überörtlichen, landesweiten Hilfe zur Absicherung der Frauen- Fußball-Weltmeisterschaft eingebunden. So war der ABC-Zug des Kreises im Juli zur Absicherung des Spiels Japan gegen Mexiko in Leverkusen und ein Patiententransportzug des Kreises zur Absicherung des Spieles Nordkorea gegen Kolumbien in Bochum eingesetzt. Bei allen anderen Spielen, die in NRW stattfinden sind Hilfsorganisationen und Feuerwehren des Kreises in Rufbereitschaft versetzt.
Die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren im Kreise Heinsberg stellen viele Stunden Ihrer

Freizeit in den Dienst am Nächsten.
Dies ist natürlich nur möglich, wenn die Partner und Familien der Feuerwehrmänner und –Frauen hinter dieser Aufgabe stehen.
Aus diesem Grunde danke ich allen Ehefrauen, Ehemännern, Familien, Partnerinnen und Partnern, dass sie uns durch ihr Mittun und Ihr Verständnis unterstützen.
Prömper dankte auch dem Kreistag und den Städten und Gemeinden. „Sie sich bemühen sich immer, Ihrer Pflichtaufgabe, den Feuerschutz und die Hilfeleistung sicherzustellen, gerecht zu werden. Die derzeitige Situation aller kommunalen Haushalte macht unser gemeinsames Anliegen, die nichtpolizeiliche Gefahrenabwehr sicherzustellen, nicht einfacher. Dennoch sollten Sie bei allem Sparzwang der Sicherheit der Bürger den Stellenwert einräumen, der ihr gebührt. Ich kann es nur immer wiederholen. Denken Sie auch in Zukunft daran, Investitionen in Ihre Freiwillige Feuerwehr sind, auch wenn hauptamtliche Kräfte vorhanden sind oder noch notwendig werden, immer noch die kostengünstigste Möglichkeit, die Gefahrenabwehr sicherzustellen.“
Sein Dank galt auch allen Behörden, Verwaltungen, der Polizei, den örtlichen Fachdiensten, allen Hilfsorganisationen für die gute Zusammenarbeit und Unterstützung zur Bewältigung unserer Aufgaben.

Stellvertretend für Kreisjugendfeuerwehrwart Frank Aretz verlass Helmut Ronkartz den Jahresbericht der Jugendfeuerwehr.

Die Jugendfeuerwehren im Kreises Heinsberg haben insgesamt 418 Mitglieder. 116 Betreuer sind bemüht den Jugendlichen nicht nur das nötige Rüstzeug für den Dienst in der Einsatzmannschaft zu vermitteln auch werden viele Freizeitaktivitäten durchgeführt.
2010 konnten so 56 Heranwachsende in die Einsatzabteilung überstellt werden.
Die Mitgliederzahl ist nach einem Plus im Jahre 2009 erneut rückläufig, zwar nicht dramatisch, aber immerhin. Der demographische Wandel beginnt nun auch in der Jugendfeuerwehr zu wirken, aber verglichen mit anderen Institutionen bzw. Vereinen steht die Jugendfeuerwehr noch sehr gut da. Dies ist der sehr guten Jugendarbeit der jeweiligen JF zu verdanken.
Dafür gebührt den Jugendwarten Dank und Anerkennung.
Die Mitgliederzahlen in den unteren Altersgruppen hat relativ

stark abgenommen (demographischer Wandel?), die Situation des Nachwuchsmangels verschärft sich wieder. Allerdings ist der Bereich der mittleren Altersgruppe stark angestiegen. Der Grund ist meiner Meinung nach, dass die Jugendlichen später in die Jugendfeuerwehr eintreten. Es fällt besonders die stark rückläufige Zahl der Altersgruppe der 16-17-jährigen Jugendlichen auf. 41 Jugendliche weniger gegenüber 2009 sollten alarmieren und die Frage nach dem „Warum“ aufwerfen! Ist es Langeweile („haben wir alles schon mal gehört...“) oder verstärkte andere Interessen (Erste Liebe, andere Vereine)? Hier gilt es anzusetzen, damit uns diese Jugendlichen erhalten bleiben, zumal die Übernahme in die aktive Feuerwehr ja gar nicht mehr so fern ist. Damit dürfte den Feuerwehren im Kreis Heinsberg kurzfristig der Nachwuchs fehlen. Hier herrscht Handlungsbedarf!
Die Austritte sind leicht rückläufig. Der Austrittsgrund „keine Lust mehr“

ist zwar immer noch der am häufigsten genannte Grund, jedoch folgt nun erstmalig dichtauf „stärkere andere Interessen“. Haben andere Vereine bzw. Institutionen mehr zu bieten? Da aus dem Jahresbericht nicht zu erkennen ist, in welchem Alter die Jugendlichen die Jugendfeuerwehr verlassen, vermute ich, dass die Altersgruppe der 16-17-jährigen Jugendlichen irgendwie enttäuscht wird oder in der Berufsausbildung Schwierigkeiten mit den Arbeitgebern hat, wie bereits die JF Erkelenz in der Niederschrift des Frühjahrs 2010 einen ersten Hinweis gab.
Nachdem beim Kreisjugendfeuerwehrverbandstag am 18. Juni 2011 Neuwahlen stattgefunden haben, und die Delegierten sich für den amtierenden Kreisjugendfeuerwehrwart und zwei Stellvertreter entschieden haben, konnte Kreisbrandmeister Prömper beim Kreisverbandstag nun diese drei offiziell für ihre Ämter bestätigen.
Somit bekommte Kreisjugendfeuerwehrwart Frank Aretz jetzt Unterstützung durch Ilka Karduck (Feuerwehr Wegberg) und Willi Welfens (Feuerwehr Heinsberg).

Ilka Karduck(Wegberg)
stellv. Kreisjugendfeuerwehrwartin
Fachbereich Wettbewerbe
Frank Aretz (Hückelhoven)
Kreisjugendfeuerwehrwart
Fachbereich Jugendflamme
Willi Welfens (Heinsberg)
stellv. Kreisjugendfeuerwehrwart
Fachbereich Lehrgänge
     
Als Bezirksbrandmeister Manfred Savoir das Wort ergriff, dankte auch er der Jubelwehr für die Ausrichtung des Festes und überbrachte die Grüße der Bezirksregierung.

„Wir haben heute das Wort Kamerad oft gehört, einer, auf den diese Bezeichnung ganz besonders zutrifft, ist der stellvertretende Kreisbrandmeister Hans-Hubert Plum“, sagte Bezirksbrandmeister Manfred Savoir zu den Delegierten und Gästen des Kreisfeuerwehrverbandstages, bevor er Hans-Hubert Plum das Deutsche Feuerwehrehrenkreuz in Gold verlieh.

Hans-Hubert Plum ist seit 43 Jahren Mitglied der Feuerwehr Geilenkirchen (dort seit 30 Jahren Schirrmeister) und seit 15 Jahren stellvertretender Kreisbrandmeister.

     
     

Leistungsnachweis des KFV 2011

Beim Leistungsnachweis des Kreisfeuerwehrverband Heinsberg e.V. 2011 zeigten 43 Gruppen mit insgesamt 390 Teilnehmern aus dem ganzen Kreis Heinsberg ihr können.
Schon am Vormittag konnte Kreisbrandmeister Karl-Heinz Prömper 21 Gruppen und Staffeln begrüßen.
Unter den wachsamen Augen von Oberschiedsrichter Hans Hubert Plum mussten die Staffeln dieses Jahr einen Löschangriff mit einem B- und einem C- Rohr vorzeigen. Die

Gruppen einen Löschangriff mit einem B und zwei C-Rohren. Dies alles von einem offenen Gewässer (Wasserbecken) aus.
Bei strahlendem Sonnenschein und Hochsommerlichen Temperaturen bestanden alle Staffeln und Gruppen den Leistungsnachweis. Zur praktischen Prüfung kam dann noch der theoretische Teil, wo jeder Teilnehmer drei Fragen aus den Fachgebieten „Begriffe im Feuerwehrwesen, Gefahren der Einsatzstelle, Explosionen und Stichflammen“ beantworten musste. Eine

weitere Aufgabe für die Teilnehmer war es neun verschiedene Feuerwehrknoten zu beherrschen und drei Knoten fehlerfrei vorzuzeigen. Beim sportlichen Teil mussten bei einem Staffellauf drei verschiedene Hindernisse überwunden werden.
Zum dritten Mal führte das DRK eine Blutspendenaktion durch. Gabriele Hoch vom Blutspendedienst freute sich in diesem Jahr über 61 Spender und bewertete dies als eine gelungene Aktion.

Wie jedes Jahr fand der Leistungsnachweis des KFV auch bei der regionalen Presse großes Interesse. Mit gutem Beispiel voran gin KBM Karl-Heinz Prömper bei der 3. Blutspendeaktion des DRK während des Leistungsnachweis. Auch Ilka Karducks Geburtstag wurde an diesem Tag nicht vergessen.
     

Neue Online Registrierung

Ab diesem Jahr erfolgt die Anmeldung zum Leistungsnachweis in Heinsberg-Oberbruch nicht mehr mittels Vordruck, sondern über eine Online-Plattform.
Von Ende März 2011 an können sich die jeweiligen Gruppenführer dort registrieren und die Meldedaten für ihre Gruppe selbst eintragen.
Nähere Informationen über den weiteren Ablauf können nach der Registrierung dort eingesehen werden. Grundlegende Informationen über diese neue Verfahrensweise erhalten Mitte März die Wehrleitern. (mehr)

Jugendfeuerwehr Wassenberg empfängt Besuch

Wassenberg. Vermittelt durch eine Mitarbeiterin besuchte eine Bewohnergruppe der Wohnstätte der Lebenshilfe Viersen mit ihren Betreuern die (Jugend-)Feuerwehr der Stadt Wassenberg am Feuerwehrgerätehaus in Wassenberg. Hierbei konnte Wassenbergs Stadtjugendfeuerwehrwart Daniel Jütten, neben den Gästen, sowie den zahlreich anwesenden Mitgliedern und Betreuern der Jugendfeuerwehr, auch Kreisjugendfeuerwehrwart Frank Aretz begrüßen. Trotz schlechten Wetters ließen es sich die Mitglieder und Betreuer der Wassenberger Jugendfeuerwehr nicht nehmen, ihren Gästen einen herzlichen Empfang zu bereiten.

Neben einer Führung durch den Standort und der abwechslungsreich gestalteten Veranschaulichung der ehrenamtlichen Tätigkeiten, der Fahrzeuge und der Technik wurde es allen Gästen ermöglicht, die Feuerwehr einmal „hautnah“ mitzuerleben. Kreisjugendfeuerwehrwart Frank Aretz dankte allen Mitgliedern der Wassenberger Jugendfeuerwehr für ihr ehrenamtliches Engagement und die Durchführung einer gelungenen Veranstaltung.

 

Neues Fahrzeug der Feuerwehrtaucher

Bei der Ausschusssitzung des Kreisfeuerwehrverband Heinsberg e.V. zum Jahresabschluss konnten die Kameraden Oliver Krings und Guido Funk der Feuerwehrtaucher des Kreises Heinsberg ihr neues Fahrzeug vorstellen.
Das Fahrzeug, ein Rettungswagen, wurde den Feuerwehrtauchern vom Kreis zur Verfügung gestellt. In mühevoller Kleinarbeit und vielen geopferten Stunden Freizeit bauten die Feuerwehrtaucher, allen voran Guido Funk, den RTW zum Einsatzfahrzeug Wasserrettung um.

 

Treffen der Ehrenabteilungen des KFV

400 kommen zum Treffen der Ehrenabteilungen der Feuerwehren
Kreisbrandmeister Karl-Heinz Prömper konnte zum Treffen der Ehrenabteilungen der Freiwilligen Feuerwehren im Kreis Heinsberg mehr als 400 Teilnehmer in der Kantine des Industrieparks Oberbruch begrüßen. An der Spitze der Ehrengäste hieß Prömper Landrat Stephan Pusch willkommen. Auch Vertreter von Städten und Gemeinden aus dem Kreisgebiet nahmen an der Veranstaltung teil. Die Freiwillige Feuerwehr Heinsberg, insbesondere der Löschzug 5 mit dem Löschgruppen Kirchhoven, Karken, Kempen, hatte die Feier vorbereitet. Zum Auftakt des Treffens spielte der Spielmannszug des Kreisfeuerwehrverbands Heinsberg unter der Leitung von Andreas Scheunemann (Foto) auf. Das bunte Programm des Abends wurde von der Gesangsgruppe „Lidschatten“ aus Karken und der Tanzgruppe der „Kemper Gröne“ mitgestaltet. Mit Vorträgen und Parodien unterhielten Peter Geiser, ehemals stellvertretender Wehrleiter der Feuerwehr Heinsberg und das Duo „Schwartzmanns & Co.“ die Mitglieder der Ehrenabteilungen.
Abordnung der Feuerwehr Wassenberg beim Feuerwehrlauf Am 25.09.2010 nahm eine Abordnung der Feuerwehr der Stadt Wassenberg an einem bekannten Sportwettkampf in Mönchengladbach teil.

Im Rahmen der deutschen Straßenlaufmeisterschaften der Feuerwehren nahmen zehn Wassenberger Feuerwehrleute aus den Löschgruppen Myhl, Orsbeck und Wassenberg an einem 5km-Lauf teil, der von der Unfallkasse NRW gefördert wurde. Die Kameraden gingen als drittgrößtes Team in Mönchengladbach an den Start und nahmen aufgrund dieser Tatsache einen Pokal mit nach Hause, der sicherlich einen würdigen Platz in einer Vitrine finden wird.

Auch drei Feuerwehrmänner des NATO Fire Department des AWACS Stützpunktes in Geilenkirchen nahmen erfolgreich am Feuerwehrlauf teil.

Delegiertentagung 2010 in Birgden

Feuerwehr hat sich von dem Schlag noch nicht erholt

Rücknahme des Bewilligungsbescheides des Landes und Insolvenz des Landesfeuerwehrverbandes NRW sind weiter ein Thema

Kreis Heinsberg. „Ende 2009 wurde uns ein Schlag versetzt, von dem wir uns bis heute nicht erholt haben“, fasste Kreisbrandmeister Karl-Heinz Prömper noch einmal die Ereignisse rund um den Umbau des Feuerwehr-Sozialwerkes Haus Phönix in Bergneustadt zusammen. Wie ausführlich berichtet, kam es nach der Rücknahme des Bewilligungsbescheides des Landes über 2,7 Millionen Euro zur Insolvenz des Landesfeuerwehrverbandes NRW. Beim Delegiertentag des Kreisfeuerwehrverbandes in der Birgdener Mehrzweckhalle ging Karl-Heinz Prömper noch einmal auf Einzelheiten ein, zeichnete die weitreichenden Folgen dieser Insolvenz auf und forderte deutliche Konsequenzen im Innenministerium: „Nach unserer Einschätzung ist mit den handelnden Personen eine in die Zukunft gerichtete Zusammenarbeit nicht möglich!“
Neue Organisation

Nach der Insolvenz ist – wie zu erfahren war – die Gründung einer neuen Organisation, die den 114 000 Feuerwehrleuten im Lande eine neue Heimat bieten soll, schon weit fortgeschritten. Der Verband der Feuerwehren in Nordrhein-Westfalen hat einem Aufnahmeantrag des Heinsberger Kreisverbandes im Mai stattgegeben. Für Oktober ist die erste Mitgliederversammlung zur Beschlussfassung und Satzungsgebung vorgesehen. Das soll im Haus Phönix geschehen. Mittlerweile wurde eine Investorengruppe gefunden, die sich in dem für die Feuerwehr so wichtigen Gebäude engagiert. Damit war Karl-Heinz Prömper aber mit dem „federführenden Beamten aus dem Innenministerium“ noch nicht fertig. Dieser wolle nun die Kreisbrandmeister aus dem höheren feuerwehrtechnischen Dienst in die Kreise integrieren.
Dazu sei die Qualifikation B VI zwingend erforderlich. „Die kann man aber nur als Angehöriger einer Berufsfeuerwehr erlangen“, so Prömper. „Ich bezweifle, dass die Belange der ehrenamtlich tätigen Wehrleute dann noch Berücksichtigung finden.“ Das sei aber notwendig, um den Fortbestand der freiwilligen Wehren zu sichern. Alle Kreisbrandmeister, die er kenne, seien hervorragend für diese Aufgabe geeignet. „Eine sachliche Begründung, die Qualifikation B VI zu fordern, kann ich nicht erkennen.“ Zwar gäbe es deutliche Argumenten für die hauptamtliche Tätigkeit der Kreisbrandmeister. „Viel wichtiger als die Schaffung dieser Stellen wäre aus meiner Sicht die Einrichtung einer qualifizierten Unterstützung für den Kreisbrandmeister“, wünschte er sich Zuarbeiter.
2159 Einsätze

Die Zahlen rund um die 96 Löschgruppen in den zehn Städten und Gemeinden des Kreises Heinsberg: 3527 Männer und Frauen (116) sind im blauen Rock aktiv; 811 sind in der Ehrenabteilung, 423 in den Jugendfeuerwehren. 2159 Einsätze gab es im letzten Jahr; 703 Brandeinsätze, bei denen es acht Tote zu beklagen gab, und 1174 technische Hilfeleistungen, bei denen elf Personen nur noch tot geborgen werden konnten. 282 Fehlalarme gab es zu beklagen. 37 Wehrleute wurden 2009 bei den Einsätzen verletzt.(hama)

Jahresbericht des Kreisjugendfeuerwehrwartes Frank Aretz:

Nachdem nun sämtliche Daten eingetroffen sind, veröffentliche ich am 9. Januar 2010 den Jahresbericht 2009 der Jugendfeuerwehr Kreis Heinsberg. Stichtag: 31 Dezember 2009 Gesamtzahl der Jugendlichen:
433 (+17 gegenüber 2008), davon 388 (+11 männliche und 45 (+6 bzw. weibliche Jugendliche.
Neuaufnahmen: 116 (+23 gegenüber 2008), davon 103 (+23 ) männliche und 13 (+- 0) weibliche Jugendliche
Übernahmen: 47 (-7 gegenüber 2008), davon 43 (-7 ) männliche und 4 (+1 ) weibliche Jugendliche.
Austritte: 54 (+2 bzw. +3,8 % gegenüber 2008), davon 31 (+9) „keine Lust mehr“.
Jugendflamme: verliehene Stufen: (I) 93 (+24), (II) 59 (+42 ), (III) 9 (+1)
Gesamtstunden in der Jugendarbeit: 7.441 h (-185 gegenüber 2008)
Anzahl der Jugendgruppen: 16 (-1 gegenüber 2008)
Anzahl der Betreuer: 142 (-9 gegenüber 2008)
Anzahl der aktiven Mitglieder im KFV: 2.310 (+135 gegenüber 2008)

 

Ausbildungscamp der Feuerwehr Wassenberg

     
Die Kameraden der Löschgruppe Wassenberg machten sich kürzlich auf den Weg nach Rheinland Pfalz um dort auf einem Truppenübungsplatz der Bundeswehr in Daaden eine 2tägige Ausbildungsmaßnahme zu absolvieren.

Bei bestem Wetter wurde den Männern der Löschgruppe einiges abverlangt. Wohnungsbrände, Garagenbrände, ein Unfall mit gefährlichen Stoffen, Verkehrsunfälle mit eingeklemmten Personen, der Brand eines „Jugendheims“ und die komplizierte Rettung eines „abgestürzten Wanderers“ in einem ca. 50m tiefen Steinbruch mussten von der Truppe gemeistert werden.

Hauptziel dieser Ausbildungsmaßnahme war es, die Umsetzung der im Januar neu eingeführten Standard-Einsatz-Regeln (SER) zu festigen.
Standard-Einsatz-Regeln dienen dazu, Handlungsabläufe von häufiger auftretenden Einsätzen auf Grundlage bestehender Feuerwehrdienstvorschriften zu standardisieren.
Für Brände in Wohngebäuden, Hilfeleistungen mit eingeklemmten Personen und für die Alarmierung durch eine Brandmeldeanlage wurden Standard-Einsatz-Regeln für die Wassenberger Wehr geschrieben und werden seither antrainiert und im Einsatz – soweit es die Umstände zulassen – auch umgesetzt.

Die Ausbilder und Planer dieser Maßnahme Alexander Haasen, Konrad Willms, Holger Röthling und Thomas Mandrossa waren mit dem Verlauf des Ausbildungscamps hoch zufrieden.

Während der Abwesenheit der Wassenberger Löschgruppe übernahmen die Löschgruppen Myhl, Orsbeck und Birgelen die Einsatzbereitschaft im Ausrückebereich Wassenberg, mussten aber nicht tätig werden.
     

Delegiertentag der Jugendfeuerwehr

Zur 25. Delegiertenversammlung der Jugendfeuerwehr im Kreisfeuerwehrverband Heinsberg e.V. konnte Kreisjugendfeuerwehrwart Frank Aretz nicht nur die Kameradinnen und Kameraden aus den Städten und Gemeinden des Kreises Heinsberg begrüßen. mehr
 

Leistungsnachweis des KFV Heinsberg 2010

Oberschiedsrichter H.-H. Plum bei der Arbeit

385 Teilnehmer beim Leistungsnachweis des Kreisfeuerwehrverbandes Heinsberg

Kreisbrandmeister Karl Heinz Prömper zeigte sich sehr zufrieden mit den Leistungen der Gruppen und Staffeln der Feuerwehren aus dem Kreis Heinsberg.
In allen drei Prüfungen zeigten die Teilnehmer Gute bis sehr Gute Leistungen.
Wegen der nassen Witterung hatte man sich am frühen Morgen entschieden, den sportlichen Teil nicht durchzuführen. Verletzungen der Teilnehmer wären vorprogrammiert gewesen.
Jedoch gab es für die Teilnehmer auch in diesem Jahr wieder die Möglichkeit beim DRK Blut zu spenden.
Beim Löschangriff musste die Gruppe zwei C-Rohre und ein B-Rohr und die Staffel ein C-Rohr und ein B-Rohr von einem offenen Gewässer vornehmen.
Keine der Teilnehmenden Gruppen oder Staffeln übertrat die vorgegebene Zeit. Die schnellste Übung war nach 141 Sekunden beendet.
Auch bei den Knoten und Stichen sowie beim schriftlichen Test wurden sehr wenig Fehler gemacht.



Ein besonderes Highlight bot eine Staffel der Freiwilligen Feuerwehr Heinsberg.
Mit einem alten Unimog und historischer Einsatzkleidung zeigten sie einen fehlerlosen Löschangriff.

Die historische Staffel der FF Heinsberg

Weitere Bilder vom Leistungsnachweis 2010

 

Hohe Auszeichnungen in der Jugendfeuerwehr des Kreises Heinsberg

Im Gerätehaus der Löschgruppe Orsbeck der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Wassenberg, wurden im Rahmen der Frühjahrsausschuss-Sitzung der Jugendfeuerwehren im Kreisfeuerwehrverband Heinsberg e.V. zwei verdiente Kameraden mit höchsten Ehren ausgezeichnet.
In Vertretung und im Auftrag des Landesjugendfeuerwehrwartes verlieh der stellvertretende Kreisbrandmeister Hans-Hubert Plum, unterstützt vom Kreisjugendfeuerwehrwart Hauptbrandmeister Frank Aretz und vom stellvertretenden Wehrleiter der Feuerwehr Wassenberg Stadtbrandinspektor Claus Vaehsen die Ehrennadel in Gold der Jugendfeuerwehr Nordrhein-Westfalen an den scheidenden Stadtjugendfeuerwehrwart Brandinspektor Bernd Philippen sowie die Ehrennadel in Silber an die stellvertretende Stadtjugendfeuerwehrwartin Unterbrandmeisterin Miriam Caron-Brack.
Bernd Philippen hat in seiner Amtszeit als Stadtjugendfeuerwehrwart der Freiwilligen Feuerwehr Wassenberg notwendige organisatorische Neustrukturierungen in der Jugendfeuerwehr Wassenberg eingeleitet und durchgeführt. Darüber hinaus fiel in seine Amtszeit die Qualifizierung und Fortbildung der Jugendbetreuer, so dass die erfolgreiche Förderung des Nachwuchses in der Feuerwehr Wassenberg auch zukünftig gesichert ist. Ebenfalls ist es Bernd Philippen zu verdanken, dass im Jahre 2001 in Wassenberg eine Leistungsspangenbewertung der Deutschen Jugendfeuerwehr stattfinden konnte.
Bernd Philippen gibt das Amt des Stadtjugendfeuerwehrwartes nach fast 13 Jahren in Kürze an einen jüngeren Kameraden ab.
Miriam Caron-Brack brach mit ihrem Eintritt als erste weibliche Person in die Jugendfeuerwehr Wassenberg in eine bis dahin reine Männerdomäne ein. Aufgrund ihrer unkomplizierten und kameradschaftlichen Art wurde sie in kurzer Zeit voll integriert und anerkannt. Aufgrund ihres Berufes als Dipl. Pädagogin bereichert sie bis heute die Ausbildung und Betreuung der Jugendlichen in der Jugendfeuerwehr. Im Jahre 2007 wurde die Kameradin Caron-Brack in das Amt der stellvertretenden Stadtjugendfeuerwehrwartin bestellt. Auch ihre zweifache Mutterschaft hindert Miriam Caron-Brack keinesfalls an der Durchführung ihrer Aufgaben in der Jugendarbeit.

Die Ehrennadel in Gold und Silber stellen die höchste bzw. zweithöchste Auszeichnung dar, die die Jugendfeuerwehr Nordrhein-Westfalen vergeben kann. Sie dürfen pro Landkreis lediglich einmal im Jahr verliehen werden. (v.l.) Stellvertretender Wehrleiter Feuerwehr Stadt Wassenberg Claus Vaehsen, stellvertretender Kreisbrandmeister Hans-Hubert Plum, Miriam Caron-Brack, Kreisjugendfeuerwehrwart Frank Aretz und Bernd Philippen.
 
 

  (v.l.) Löschgruppenführer Claus Vaehsen, Lars Walinsky, Matthias Frankowiak, Christoph Jansen, Wehrleiter Holger Röthling, Maximilian Gerhards, stv. Löschgruppenführer Rolf Reichel.  

33 Einsätze für die Löschgruppe Orsbeck im Jahr 2009

Wassenberg-Orsbeck: Zur Jahreshauptversammlung der Löschgruppe Orsbeck begrüßte Löschgruppenführer Claus Vaehsen neben den Mitgliedern der Jugendfeuerwehr, der Ehrenabteilung und der Einsatzabteilung den Leiter der Feuerwehr der Stadt Wassenberg, Stadtbrandinspektor Holger Röthling. Dieser bedankte sich bei der Orsbecker Wehr für den geleisteten Einsatz- und Übungsdienst sowie für das vielseitige Engagement innerhalb der Dorfgemeinschaft.

Die Berichte der dienstlichen und kameradschaftlichen Aktivitäten der Löschgruppe sowie der Jugendfeuerwehr ließen das Dienstjahr Revue passieren. Besondere Höhepunkte des abgelaufenen Jahres waren der „Tag der offenen Tür“ des Fördervereines und der Besuch der Berufsfeuerwehr Stuttgart. Die Löschgruppe Orsbeck wurde zu 33 Einsätzen alarmiert, wobei zwei Wohnungsbrände und drei Brände in Industriebetrieben zu den größeren Einsätzen zählten. Bei der Partnerfeuerwehr aus Straach verstarb im vergangenen Jahr im Rahmen eines Einsatzes ein Feuerwehrkamerad tragischerweise an den Folgen eines Herzinfarktes.

Im weiteren Verlauf beförderte der Wehrleiter den Kameraden Christoph Jansen zum Feuerwehrmann, Lars Walinsky zum Oberfeuerwehrmann und Maximilian Gerhards zum Hauptfeuerwehrmann. Matthias Frankowiak wurde nach bestandener Gruppenführerprüfung am Institut der Feuerwehr in Münster zum Brandmeister befördert. Zum Gerätewart wurden nach bestandenem Lehrgang Maximilian Gerhards und Christoph Jansen bestellt.

Die diesjährige Pfingstkirmes in Verbindung mit dem Bezirksschützenfest wird für die Löschgruppe Orsbeck ein besonderes Ereignis, da mit Löschgruppenführer Claus Vaehsen nach 17 Jahren wieder ein Schützenkönig aus den Reihen der Feuerwehr hervorgeht. Neben den beiden Ministerpaaren stellt die Löschgruppe in diesem Jahr auch den Jungschützenkönig Markus Jansen und seine beiden Adjudanten.

 

Delegiertentagung 2009 in Porselen

Zum Delegiertentag des Kreisfeuerwehrverbandes Heinsberg e.V. konnte Kreisbrandmeister Karl Heinz Prömper im Rahmen des 75jährigen Bestehens der Löschgruppe Porselen der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Heinsberg nicht nur 171 Delegierte sondern auch Ehrengäste aus der Politik, Feuerwehr und THW begrüßen.
Ein besonderer Gruß galt dem Schirmherrn des Jubiläums Bürgermeister Josef Offergeld sowie dem Landrat Stephan Pusch.
Noch vor seiner Begrüßung spielte der neu formierte Feuerwehrspielmannszug unter der Leitung von Oberbrandmeister Andreas Scheunemann auf.
Schirmherr Bürgermeister Josef Offergeld würdigte die Arbeit der Feuerwehr im Kreisfeuerwehrverband.
Auch Landrat Stephan Pusch wies auf die gute Zusammenarbeit mit den anderen Hilfsorganisationen und umliegenden Feuerwehren hin. So auch ein Hinweis auf gute Zusammenarbeit die Anfrage der BF Köln zur Bereitstellung von Feuerwehrkräften aus dem Kreis Heinsberg für die Bergungsarbeiten am eingestürzten Stadtarchiv.
Der Leitende Branddirektor der BF Aachen Dr. Dieter Nüßler überbrachte Grüße und gratulierter der Jubelwehr. Er lobte die Zusammenarbeit der Feuerwehren im Kreis Heinsberg und Stadt- und Kreis Aachen.
Sehr interessiert verfolgten die Delegierten den Ausführungen des Leiters der Feuerwehr Düren, Jürgen Pelzer, in Sachen Versicherungsschutz für Feuerwehrleute. Auf Grund einiger negativer Erfahrungen haben die Städte und Gemeinden des Kreises Düren zusätzliche Versicherungen für jeden einzelnen Feuerwehrmann (SB) abgeschlossen.
Helmut Ronkartz verlas in Vertretung für Kreisjugendfeuerwehrwart Frank Aretz den Jahresbericht der Jugendfeuerwehr. Somit leisteten die 416 Jugendlichen, davon 397 männliche und 32 weibliche mit ihren 151 Betreuern 7.626 Stunden. Er wagte eine Prognose bei der es auffällt, dass in den nächsten zwei Jahren 113 Jugendliche das 18. Lebensjahr vollenden. Zusätzlich sind 11 Jugendliche gemeldet, die das 18. Lebensjahr bereits vollendet haben. Somit sollten wir versuchen, die Anzahl der Neuaufnahmen zu halten, ansonsten droht der Jugendfeuerwehr, bezogen auf den gesamten Kreis Heinsberg, ab 2011 ein massiver Rückgang der Jugendfeuerwehr Angehörigen und damit verbunden eine drastische Verminderung der Anzahl der aktiven Kameraden in mittelfristigem Zeitraum.
Kreisbrandmeister Karl Heinz Prömper konnte bei der Versammlung auch verdiente Feuerwehrkameraden auszeichnen. Stadtbrandmeister Christian Plum, ehemaliger Wehrleiter der Feuerwehr Stadt Geilenkirchen, wurde für 50 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr mit dem Sonderzeichen in Gold des Landesfeuerwehrverbandes ausgezeichnet.Stadtbrandinspektor Klaus Peters von der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Erkelenz Löschzug Stadtmitte wurde mit der Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes in Gold vom KBM ausgezeichnet. Die weiteren Auszeichnungen übernahm BBM Manfred Savoir, der die Grüße und Glückwünsche der Bezirksregierung überbrachte vorgenommen.
So überreichte er Brandinspektor Helmut Jentgens von der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Heinsberg Löschgruppe Porselen das Ehrenkreuz in Silber vom Deutschen Feuerwehrverband.
Für seine langjährigen Verdienste in der Feuerwehr und nicht zuletzt wegen seiner 10jährigen Tätigkeit als Kreisbrandmeister ehrte BBM Savoir Karl Heinz Prömper mit dem Ehrenkreuz in Gold des Deutschen Feuerwehrverbands.
Zum Abschluss der Delegiertentagung gab KBM Prömper noch Termine bekannt. Diese Termine sind zu finden unter der Rubrik „Termine / Veranstaltungen“.
     
Festbankett zum 75jährigen Bestehen der Löschgruppe Porselen. „In einer Zeit, in der Solidarität verloren zu gehen droht, sind die Freiwilligen Feuerwehren ein Beweis dafür, dass es auch heute noch bürgerschaftliches Verantwortungsbewusstsein und den Dienst zum Wohle des Nächsten gibt“, sagte Bürgermeister Josef Offergeld als Schirmherr der Jubiläumsfeiern zum 75-jährigen Bestehen der Löschgruppe Porselen in seiner Festansprache. Der beispiellose Einsatz der Feuerwehrleute vollziehe sich auf einem Fundament von Wertvorstellungen und Idealen, die vielleicht gerade heute als Ansporn und Mahnung noch wertvoller seien als vor 75 Jahren. Als sehr wichtig stellte er die Arbeit mit jungen Menschen in der Jugendfeuerwehr heraus.
Bei seinem Blick zurück erinnerte Offergeld an die 17 Feuerwehrmänner der ersten Stunde, die vor 75 Jahren in Porselen einen Feuerlösch-Halbzug bildeten und zusammen mit dem Löschhalbzug der Glanzstoff-Fabrik und dem Löschzug Dremmen den Feuerschutz im damaligen Amt Oberbruch gewährleisteten. Den Dank für die geleistete Arbeit verband der Bürgermeister mit der Bitte an die Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen, sich den Idealismus auch für die Zukunft zu bewahren. Abschließend überreichte er an Löschgruppenführer Helmut Jentgens ein Geldgeschenk. Dieser hatte zu Beginn des Festabends nicht nur eine Vielzahl von Ehrengästen begrüßt, sondern auch die Gelegenheit genutzt, sich ganz persönlich und für die Feuerwehr Porselen bei Offergeld für dessen Unterstützung in den Jahren als Bürgermeister zu bedanken.
Ortsvorsteher Norbert Krichel dankte beim Festbankett der Jubelwehr im Namen der Bevölkerung: „Ihr alle gebt uns das Gefühl von Sicherheit und Eure Bereitschaft ist unser Ruhekissen. Wir sind stolz auf unsere Feuerwehr.“

Kreisbrandmeister Karl-Heinz Prömper überbrachte Grüße und Glückwünsche von Kreis- und Bezirksverband und nahm Ehrungen vor. Mit der Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes in Silber zeichnete er Hauptfeuerwehrmann Johannes Pelzer, Geschäftsführer der Löschgruppe Porselen, Oberbrandmeister Harald Paulussen, stellvertretender Einheitsführer der Löschgruppe Porselen und Gruppenführer der Umweltgruppe, sowie Einheitsführer Helmut Jentgens, der seit mehr als 20 Jahren die Löschgruppe leitet, aus. Mit der Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes in Gold fand das Engagement von Brandinspektor Jörg Köster, der auch den Festabend moderierte und unter anderem als Gruppenführer die Gefahrgutgruppe leitet, sowie Brandoberinspektor Ralf Wählen, seit Januar auch stellvertretender Wehrleiter der Feuerwehr der Stadt Heinsberg, Anerkennung. Unterbrandmeister Andreas Rothe wurde für seine vorbildliche Jugendarbeit von Kreisjugendfeuerwehrwart Frank Aretz mit der Ehrennadel in Silber des Landesjugendfeuerwehrverbandes ausgezeichnet.
Den Gratulationsreigen setzten die Ortsvereine mit der Ortsringsvorsitzenden Stefanie Heutz als Sprecherin sowie der stellvertretende Landrat Willi Paffen fort. Für den musikalischen Rahmen sorgten Trommler- und Pfeiferkorps Dremmen, Musikverein St. Josef Dremmen und Kirchenchor St. Mariä Rosenkranz mit Solistin Helga Dohmen und Philipp Watermeyer (Trompete). Der Kreisfeuerwehr-Spielmannszug feierte in Porselen Premiere. Den Abschluss bildete der Große Zapfenstreich, an dem auch die Porselener Wehr und die Rochus-Schützen mitwirkten. (ej) Ehrungen beim Jubiläum der Feuerwehr in Porselen: Andreas Rothe, Jörg Köster, Harald Paulussen, Helmut Jentgens, Johannes Pelzer und Ralf Wählen (v. l. n. r.) mit Bürgermeister Josef Offergeld (Mitte) als Schirmherr, Kreisbrandmeister Karl-Heinz Prömper (r.) und Kreisjugendfeuerwehrwart Frank Aretz (l.).
  Fahrzeugschau beim 75jährigen Jubiläum der Löschgruppe Porselen  
  Festumzug beim 35. Kreisfeuerwehrverbandsfest  
  Einer der Höhepunkte beim Feuerwehrfest in Heinsberg-Porselen war der Festzug am Sonntagnachmittag. Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Heinsberg war mit einem großen Aufgebot vertreten. Die Porselener Löschgruppe feierte ihr 75-jähriges Bestehen und war zugleich der Gastgeber zum Kreisfeuerwehr-Verbandsfest.  

Hohe Auszeichnung für BOI Rainer Wild

Hohe Auszeichnung für Kreisjugendfeuerwehrwart a.D. Rainer Wild
Persönlich kamen NRW Landesjugendfeuerwehrwart Andreas Psiorz, sein Stellvertreter Werner Merzhäuser und Hans-Jakob Luckas zur Verleihung der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Kreis Heinsberg – Bundespräsident Horst Köhler hat auf Vorschlag des Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen Jürgen Rüttgers Herrn Rainer Wild am 11. Dezember 2008 die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.
In der Vorschlagsbegründung heißt es hierzu:

„Herr Rainer Josef Wild hat durch sein jahrzehntelanges Engagement in der Freiwilligen Feuerwehr auszeichnungswürdige Verdienste erworben. Er trat 1964 in die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Heinsberg ein und schied 2005 alterbedingt aus dem Feuerwehrdienst aus.
Nach erfolgreicher Absolvierung der entsprechenden Lehrgänge an verschiedenen Fachschulen des Landes und des Bundes hatte er lange Jahre als Zugführer das Amt des Leiters des Ersten ABC-Zuges des Kreises Heinsberg inne. Hier war er Leiter des Fachbereichs Dekontamination, einer neuen Spezialeinheit.
Das besondere Interesse von Herrn Wild galt der Jugendarbeit, die während seiner aktiven Zeit reformiert wurde. Dabei brachte er sich im Kreis Heinsberg in entscheidender Weise ein. 1975 kam er zur Jugendfeuerwehr der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Heinsberg. Zunächst als Betreuer und schließlich als stellvertretender Stadtjugendfeuerwehrwart gestaltete und begleitete er bis 1 993 die Jugendarbeit in Heinsberg.
Von 1994 bis 2005 hatte er im Kreis Heinsberg das Amt des Kreisjugendfeuerwehrwartes inne. Seinem vorbildlichen Wirken in Heinsberg und seiner Überzeugungsarbeit ist zu verdanken, dass in allen Gemeinden des Kreises Heinsberg Jugendfeuerwehren eingerichtet wurden. Anschließend setzte er sich mit großem Zeitaufwand unablässig für eine Ausbildung der Jugendfeuerwehren auf höchstem Niveau im Kreis Heinsberg ein und stand mit allen Stadtjugendfeuerwehrwarten ständig als Ansprechpartner in Kontakt.

Er konzipierte persönlich Weiterbildungsseminare für die Jugendbetreuer der Feuerwehren, die dann auch leitete. Damit gelang es ihm, eine effektive und fortschrittliche Jugendarbeit bei den Feuerwehren zu gewährleisten. Noch heute bietet die Jugendfeuerwehr des Kreises Heinsberg jährlich ein an seinem Konzept orientiertes Weiterbildungsseminar an.

Als Kreisjugendfeuerwehrwart gehörte Herr Wild dem Landesjugendausschuss an. Durch sein beispielhaftes Engagement knüpfte er wertvolle Kontakte, die er bis heute pflegt. In die Kontaktpflege bezieht er den amtierenden Kreisfeuerwehrwart ein und sorgt damit für Kontinuität in dessen Jugendarbeit.
Als herausragende Auszeichnungen erhielt Herr Wild 1985 das Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber, 1998 die Ehrennadel in Gold der Deutschen Jugendfeuerwehr sowie 1 999 das Feuerwehr-Ehrenzeichen des Landes Nordrhein-Westfalen in Gold.“
Nach der offiziellen Begründung führte Landrat Stephan Pusch noch ein paar persönliche Worte an.
„Die formale Bewertung kann aber Idealismus, Engagement und vor allem die Nachhaltigkeit des Bewirkten schwer messen. Ich bin der Überzeugung, dass Sie, verehrter Herr Wild, Vorzügliches und vor allem sehr Wichtiges für die Feuerwehr in Stadt und Kreis Heinsberg geleistet haben.
Das Wochenmagazin FOCUS titelte unlängst: „Es brennt bei den Brandbekämpfern. Hunderte Standorte mussten schließen, weil Freiwillige fehlen. Wer will schon zeit opfern und sein Leben gefährden?“ Unser Feuerschutz basiert auf Freiwilligkeit, mehr als in allen anderen Ländern der EU, mit der Freiwilligkeit steht und fällt die Schlagkraft unserer heimischen Feuerwehren.
Eine umfassende Grundausbildung, Lehrgänge für Truppführer, Maschinisten, AtemschutzGeräteträger, regelmäßige Übungen —alles dies fordert viel Zeit, Freizeit. Und die möchte nicht jeder opfern, erst recht nicht in jungen Jahren. Auch wenn die Tätigkeit in einer Feuerwehr eine sehr ehrenvolle, charakterbildende und Kameradschaft fördernde Tätigkeit ist. Es spricht für Ihre Weitsicht, Herr Wild, dass Sie mit einer wohl organisierten Jugendfeuerwehr diesem sich abzeichnenden Trend früh entgegenwirken wollten.

Dabei haben Sie, das bestätigen viele Ihrer Mitstreiter, Ihr Wirken nie als reine Nachwuchsrekrutierung für die Feuerwehr angesehen. Ihre Vorstellung von einer Jugendfeuerwehr ist ganzheitlicher angelegt und so haben Sie Jugend- und Sozialarbeit im besten Sinne geleistet.

Natürlich ist eine Jugendfeuerwehr keine Kuschelecke für gelangweilte Jugendliche, sondern ein Zusammenschluss von jungen Menschen, die lernen sollen, was es heißt, sich selbstlos für andere Menschen einzusetzen. So haben Sie den jungen Menschen immer auch den Wert einer fundierten Ausbildung vermittelt. Auch das ist für einen Jugendlichen wichtig: die Bedeutung von Ausbildung, Leistung und Engagement in Reihen einer funktionierenden Gemeinschaft zu erfahren.
Es fällt mir daher nicht schwer, Sie als Feuerwehrmann mit Leib und Seele zu bezeichnen, der in Reihen der Feuerwehr mehr geleistet hat, als gemeinhin erwartet wird. Nicht umsonst sind Ihnen bereits hohe Feuerwehr-Auszeichnungen verliehen worden. Es ist nun aber an der Zeit, nicht nur den Dank der Feuerwehr auszusprechen, sondern den unseres gesamten Gemeinwesens, für dessen Schutz Sie sich so nachhaltig eingesetzt haben. Dieser Dank kann natürlich nur symbolischer Natur sein. Die Auszeichnung sollte aber auch Ansporn für hoffentlich viele junge Menschen sein, ein Engagement bei der Freiwilligen Feuerwehr ins Auge zu fassen. Dies wäre sicherlich ganz im Sinne des zu Ehrenden.

So ist es für Sie sicherlich ein freudiger und stolzer Tag, wenn Sie nun in Würdigung Ihrer Verdienste die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhalten, die ich Ihnen nun zusammen mit der Verleihungsurkunde aushändigen darf.
Zu Ihrer hohen Auszeichnung gratuliere ich Ihnen sehr herzlich. Gleichzeitig übermittele ich Ihnen die Glückwünsche des Herrn Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen und des Herrn Regierungspräsidenten. Ein nicht minder herzlicher Gruß und Glückwunsch gilt Ihnen namens des Kreises Heinsberg und seines Kreistages.“
Wolfgang Dieder, Dezernent für den Feuerschutz in der Stadt Heinsberg, dankte Rainer Wild auch im Namen des Rates und der Verwaltung der Stadt Heinsberg. Stellvertretend für die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt übermittele ich Ihnen auch die Glückwünsche des hier anwesenden Bürgermeisters Offergeld.„Sie haben sich die Auszeichnung mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland redlich verdient. Ihr Engagement im Ehrenamt ist als vorbildlich zu bezeichnen. Sie haben sich in der Laufbahn der Freiwilligen Feuerwehr durch ständige Fortbildung bei Lehrgängen und Seminaren bis zum Brandoberinspektor qualifiziert. Neben Ihrem Engagement im Katastrophenschutz des Kreises Heinsberg waren Sie wesentlich am Aufbau des ersten ABC-Zuges der Stadt Heinsberg beteiligt. Maßgeblich haben Sie sich auch engagiert bei Aufbau und Entwicklung der Jugendfeuerwehr auf Kreis- und Stadtebene.
Die Ausbildung und Betreuung von Nachwuchskräften war Ihnen stets ein besonderes Anliegen. Menschen wie Sie wenden unter Zurückstellung eigener Interessen viel Zeit und Energie auf zum Wohle unserer Bürgerinnen und Bürger. In der Jugendarbeit legen Menschen wie Sie das Fundament für die Zukunftsfähigkeit unserer Freiwilligen Feuerwehr.“ So Wolfgang Dieder.
Anschließend Dankten auch Kreisbrandmeister Karl Heinz Prömper und Kreisjugendfeuerwehrwart Frank Aretz Rainer Wild für seine Verdienste in der Feuerwehr.

Eingebunden in den Dank wurde auch Ehefrau Atti, für die Landrat, Bürgermeister und auch Kreisbrandmeister Karl-Heinz Prömper jeweils einen Blumenstrauß mitgebracht hatten.

Persönlich kamen (v.l.) Kreisbrandmeister Karl Heinz Prömper, NRW Landesjugendfeuerwehrwart Andreas Psiorz, sein Stellvertreter Werner Merzhäuser (3.v.r.), (v.r.) Hans-Jakob Luckas und Kreisjugendfeuerwehrwart Frank Aretz zur Verleihung der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Brandoberinspektor Rainer Wild (3.v.l.)
     

Jugendgruppenleiter-Lehrgang 2008

Die Jugendfeuerwehr des Kreises Heinsberg bietet einmal pro Jahr auf Kreisebene einen Lehrgang für Feuerwehrkameraden an, die sich an der Jugendarbeit in unseren Jugendfeuerwehren beteiligen möchten. Seit dem Jahr 1999 bis heute wurden bereits über 200 aktive Feuerwehrkameradinnen und – kameraden aus allen Städten und Gemeinden des Kreises Heinsberg zu Jugendgruppenleitern ausgebildet und in der Betreuung der Jugendfeuerwehren eingesetzt.
Intention dieses Lehrgangs ist, die Kameraden im Umgang mit den ihnen anvertrauten Jugendlichen zu sensibilisieren, die Anwendung von Richtlinien und Gesetzen betreffend Jugendarbeit zu kennen und anzuwenden, die Aufgaben und die Haftung eines Erziehungsberechtigten wahrzunehmen sowie Probleme im sozialen Miteinander in der Jugendgruppe zu erkennen und Lösungsmöglichkeiten zu finden.
Der Jugendgruppenleiter stellt nach Abschluss des Lehrgangs den Repräsentanten der Jugendlichen in der Feuerwehr und der Öffentlichkeit dar, ist Ansprechpartner für alle Fragen der Jugendausbildung und das Bindeglied zwischen der Jugendfeuerwehrleitung, den Ausbildern, den Erziehungsberechtigten und den Jugendlichen.
 
Der Jugendgruppenleiter sollte als persönliche Voraussetzungen das Interesse an der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mitbringen, sich in der Rolle als Vorbildfunktion für die Jugendlichen bewusst sein sowie Teamfähigkeit zeigen.
An zwei Wochenenden wurden die 17 Lehrgangsteilnehmer durch den Kreisjugendfeuerwehrwart Hauptbrandmeister Frank Aretz über die Rechte und Pflichten des Jugendgruppenleiters sowie über die Grundlagen und die Durchführung der Jugendflamme in Kenntnis gesetzt. Brandinspektor Helmut Tholen und Oberbrandmeister Rolf Görtz informierten über die Beantragung und die Durchführung von Jugendmaßnahmen sowie die Beantragung von Geldmitteln und deren Förderrichtlinien an das Land NRW. Der ehemalige Kreisjugendfeuerwehrwart Brandoberinspektor Rainer Wild unterrichtete die Teilnehmer über die Organisation und den Aufbau sowie über die Ausbildungsrichtlinien der Jugendfeuerwehr.
Kreisjugendpfleger Friedhelm Sieben führte die Teilnehmer an den beiden Samstagen durch praktische Übungen, Diskussionsrunden und Spielen in die Rolle des Jugendgruppenleiters ein, erarbeitete die Bedeutung des Begriffs „Gruppe“, stellte Führungsstile vor und erläuterte, wie die Gruppe aus der Sicht der Mitglieder gesehen wird und welche Bedürfnisse der Gruppenmitglieder vorliegen können. Abschließend führte er wiederum in praktischen Übungen Möglichkeiten zur praktischen Gestaltung einer Gruppenstunde vor.
Die Kameraden im Vorstand der Jugendfeuerwehr des Kreises Heinsberg, Brandinspektor Michael Mertens, Brandinspektor Willi Welfens, UBM Helmut Ronkartz, Unterbrandmeister Sven Bütow und nicht zuletzt unsere Jugendsprecherin Anna Welfens sorgten im Hintergrund für die Verpflegung während der Dauer des Lehrgangs.
In Anwesenheit des stellvertretenden Kreisbrandmeisters Gottfried Mannheims konnte der Lehrgangsleiter und stellvertretende Kreisjugendfeuerwehrwart Oberbrandmeister Rolf Goertz die Teilnahmebescheinigungen an folgende Teilnehmerin und Teilnehmer überreichen:
Steffen Morjan (Jugendfeuerwehr Stadt Erkelenz), Daniel Louis, Lars Speuser, Florian Troschke, Jolene Vennendaal (Stadt Geilenkirchen), Marco Kleinen, Jens Schmitz, Max Schöbben, René Sturmann, Timon Vossen, Patrick Winkels (Stadt Heinsberg), Pascal Beckers, Désirée Bex, Jeffrey Jütten, Rudi Vootz (Gemeinde Selfkant), Patrick Vystrcil (Stadt Übach-Palenberg), Sebastian Wickord (Stadt Wassenberg).

Text Foto: Die frisch gebackenen Jugendgruppenleiter der Jugendfeuerwehr mit Kreisjugendfeuerwehrwart Hauptbrandmeister Frank Aretz (3.v.r.)
 
   

Treffen der Ehrenabteilungen des KFV Heinsberg

Kreisbrandmeister betont Bedeutung der Kameradschaft

Über 550 Wehrmänner kommen zum traditionellen Treffen der Ehrenabteilung des Kreisfeuerwehrverbandes Heinsberg in Stahe

Kreis Heinsberg. Da staunte Kreisbrandmeister Karl-Heinz Prömper nicht schlecht, als er im Festzelt in Gangelt-Stahe über 550 Wehrmänner zum traditionellen Treffen der Ehrenabteilung des Kreisfeuerwehrverbandes Heinsberg begrüßen konnte. Prömper hieß zahlreiche Ehrengäste willkommen wie den stellvertretenden Landrat Wilhelm Paffen, Kreis-Dezernent Ludwig Schöpgens sowie Vertreter der Städte und Gemeinden, unter ihnen aus Gangelt Bürgermeister Bernhard Tholen, Ehrenbürgermeister Heinrich Aretz und den Beigeordneten Gerd Dahlmanns. Die einzige Dame am Tisch war Marie-Luise Hermanns vom Ordnungsamt Übach-Palenberg. „Bis wir die erste Frau in der Ehrenabteilung der Feuerwehr begrüßen können, wird es wohl noch etwas dauern“, merkte Prömper an.

Zum 34. Mal trafen sich die Ex-Aktiven im blauen Rock und konnten sich über ein buntes Programm mit Musik und Vorträgen freuen. Musik, so der Kreisbrandmeister, hoffe er beim nächsten Treffen schon von einer feuerwehreigenen Kapelle bieten zu können. Zurzeit sei man dabei, eine solche aufzubauen. Den Mitgliedern der Ehrenabteilung rief er zu, sich um die Traditions- und Kameradschaftspflege zu kümmern. Das sei etwas, was gerade bei der jüngeren Generation oft fehle. „Vermittelt ihr dem Nachwachs, dass auch das im Leben der Feuerwehr wichtig ist.“ Ein Projekt niederländischer, belgischer und deutscher Feuerwehren zur grenzüberschreitenden Hilfeleistung stellte Prömper vor. „Das Konzept steht, jetzt müssen wir es mit Leben füllen“, denn Katastrophen würden sich schließlich nicht an Landesgrenzen haltmachen.
Gangelts Bürgermeister Bernhard Tholen erinnerte in seiner Begrüßung daran, wie wichtig die Mitglieder der Ehrenabteilung immer noch im täglichen Leben der Feuerwehren seien. Als Beispiel nannte er die Renovierung in einigen der acht Gerätehäuser der Gemeinde. „Ohne die Leistung der Senioren wären wir da nicht so weit gekommen.“ Er, Tholen, setze sich dafür ein, dass alle acht Löschgruppen der Gemeinde erhalten bleiben und der Nachwuchs eine breite Förderung erfahre. „Wenn sie mal Zeit finden – ich weiß, dass das bei Senioren schwer ist – kommen sie doch mal in unsere Region und schauen sie, was sich hier die letzten Jahre getan hat“, vergaß Tholen nicht die Werbung für die Region „Der Selfkant“. Wilhelm Paffen überbrachte die Grüße des Landrates. „Sie haben uns gezeigt, was es heißt, sich in den Dienst der Allgemeinheit zu stellen“, lobte er das teilweise jahrzehntelange Engagement der vielen Wehrleute der Ehrenabteilung. (hama)
„Na dann, Prost!“: Über 550 Wehrmänner waren zum Treffen der Ehrenabteilung des Kreisfeuerwehrverbandes Heinsberg im Festzelt von Gangelt-Stahe gekommen.
Foto: Karl-Heinz Hamacher
   

Delegiertentagung 2008 in Ratheim

Im Rahmen der Feierlichkeiten zum hundertjährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Hückelhoven Löschgruppe Ratheim, konnte Kreisbrandmeister Karl Heinz Prömper als Vorsitzender den Delegiertentag des Kreisfeuerwehrverbandes Heinsberg abhalten.
Kreisbrandmeister Prömper begrüßte Gäste aus der Politik, THW, Feuerwehr sowie die Delegierten aus dem gesamten Kreis Heinsberg. Auch begrüßte er zum ersten Mal einen Feuerwehrmusikzug der sich aus Feuerwehrleuten aus dem Kreis Heinsberg zusammengefunden hatte.
Bürgermeister Bernd Jansen aus Hückelhoven würdigte die Arbeit der Feuerwehrleute. „Feuerwehrleute sind da wo sie gebraucht werden, Tag für Tag, 24 Stunden. Wir können uns auf sie verlassen.“ Die Feuerwehleute haben sich vom Wasserträger zu Hightech Feuerwehrleuten entwickelt. Er bat die Feuerwehrleute seinen Dank auch mit nach Hause zu nehmen, denn ohne das heimische Umfeld ist diese Feuerwehrarbeit nicht möglich, so der Bürgermeister.
Auch Kreisdirektor Peter Deckers dankte den Feuerwehrleuten für ihre geleistete Arbeit.
Leo Dautzenberg, Mitglied des Deutschen Bundestages, dankte ebenfalls den Feuerwehrleuten für ihre Einsatzbereitschaft.
In Vertretung für den Kreisjugendfeuerwehrwart berichtete Helmut Ronkartz über die Arbeit der Jugendfeuerwehr im Kreis Heinsberg. Die 430 Jugendfeuerwehrleute, 33 weibliche und 397 männliche Mitglieder, leisteten zusammen mit ihren 136 Betreuern im Jahr 2007 7919 Stunden ehrenamtliche Jugendarbeit.

Kreisbrandmeister Prömper führte in seinem Jahresrückblick unter anderem auch einige Einsatzzahlen auf. So haben im Jahr 2007 die 2289 aktiven Kameradinnen und Kameraden 2666 Einsätze bewältigen müssen. 612 Mal wurden die Feuerwehrleute zu Brandeinsätzen und 1370 Technische Hilfeleistungen gerufen. 30 Mal wurde die Feuerwehr böswillig alarmiert. Im Jahr 2007 konnten 129 Menschen von der Feuerwehr gerettet werden.
Anschließend wurden für den Vorstand des Kreisfeuerwehrverbandes neue Mitglieder gewählt. Kreisbrandmeister Prömper dankte den scheidenden Vorstandsmitgliedern für ihre geleistete Arbeit. Neuer Geschäftsführer wurde Brandinspektor Christoph Breuer Feuerwehr Hückelhoven, Stellvertreter wurde Stadtbrandinspektor Klaus Peters Feuerwehr Erkelenz. Als Beisitzer wurden Brandoberinspektor Dirk Schwarzmanns Feuerwehr Selfkant, Gemeindebrandinspektor Hans Josef Hermanns Feuerwehr Waldfeucht und Stadtbrandinspektor Claus Vaehsen Feuerwehr Wassenberg gewählt.
Zum Abschluss der Delegiertentagung wurden von Kreisbrandmeister Prömper verdiente Kameraden geehrt.
Mit der Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes in Silber ehrte er Oberbrandmeister Josef Scheunemann aus Hückelhoven.
Das Ehrenkreuz in Silber des Deutschen Feuerwehrverbandes erhielten Stadtbrandinspektor Jörg Brand aus Hückelhoven und Hauptbrandmeister Josef Heinrichs aus Geilenkirchen.
Das Ehrenkreuz in Gold des Deutschen Feuerwehrverbandes erhielt Stadtbrandinspektor Frank Just aus Hückelhoven.
Musikalisch wurde der Delegiertentag von einem Musikzug begleitet, der sich aus Feuerwehrleuten des gesamten Kreis Heinsberg zusammen setzt. Kreisbrandmeister Prömper sprach zum Abschluss noch einmal seinen Wunsch aus, diesen Musikzug in Zukunft bei Festen des Kreisfeuerwehrverbandes Heinsberg begrüßen zu dürfen.
   
Kreisverbandsfest zum 100jährigen Bestehen der Löschgruppe Ratheim

Feuerwehrabordnungen aus allen Städten und Gemeinden des Kreises trafen sich zum Kreisfeuerwehrverbandsfest. Ausrichter war die Ratheimer Jubelwehr (im Bild), die auf ihr 100-jähriges Bestehen zurückblicken kann. Es war ein imposantes Bild, als beim Festzug rund 500 Feuerwehrleute durch den Ort marschierten.
Foto: Koenigs
Zwei Anläufe bis zum Löschzug

Ratheimer Wehr
blickt auf ihre hundertjährige Geschichte zurück. Gründung mit Hindernissen. Ehrungen und Auszeichnungen beim Festbankett.

Hückelhoven-Ratheim. Das Verbandsfest der Kreisfeuerwehr stand in diesem Jahr ganz im Zeichen des runden Jubiläums der Ratheimer Löschgruppe. Hundert Jahre ist sie in diesem Jahr alt geworden. Grund genug für den Hauptbrandmeister Bernd Gödecke, um in der Ratheimer Mehrzweckhalle die Entwicklung der Ratheimer Wehr Revue passieren zu lassen.

Die Gründung des Löschzuges gelang den Ratheimern vor hundert Jahren erst auf den zweiten Anlauf, wie Gödecke erwähnte. Nach einem ersten Treffen im Sommer 1908 war man ergebnislos auseinander gegangen. Erst im Dezember desselben Jahres konnte man sich auf die Gründung einer freiwilligen Feuerwehr einigen, die die bis dahin bestehende Pflichtfeuerwehr ablöste. Mit 24 Freiwilligen trat man damals an.

Bereits in den Jahren 1913 und 1926 war die Ratheimer Wehr Ausrichter des Kreisverbandsfestes, 1911 sogar eines internationalen Feuerwehrfestes. Neben dem Feiern stand jedoch der Löscheinsatz stets im Vordergrund. Vor allem in den Kriegsjahren, als die Brandeinsätze die Ratheimer bis Köln, Aachen und Mönchengladbach führten. Im Januar 1945 verloren zwei Kameraden während eines Artilleriebeschusses bei den Brandarbeiten ihr Leben. Das erste motorisierte Löschfahrzeug in Ratheim, einen LF 8, hatte es zum Kriegsende sogar bis nach Olpe verschlagen, von wo aus er wieder an seinen Heimatort überführt wurde.

Auch nach dem Krieg hatten es die Ratheimer Wehrleute noch oft mit Munitionsbränden zu tun, wie Gödecke betonte. Heute präsentiert sich die Ratheimer Löschgruppe als Bestandteil des Umweltschutzzuges Hückelhoven. Mit modernem Gerät und rund 30 Aktiven sei die Ratheimer Gruppe bestens ausgerüstet. Mit dem Feuerwehrmotto „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“, beendete Gödecke seine Ausführungen.

Opfer für die Allgemeinheit

Auch der Schirmherr Max Freiherr Spies von Büllesheim nutzte die Gelegenheit für ein Grußwort. Er hob hervor, dass die Wehrleute aktiv zum Ratheimer Vereinsleben gehören und darüber hinaus jederzeit bereit seien, den Bürgern im Brandfall beizustehen. Allerdings seien es auch die Partner und Angehörigen der Wehrleute, die Opfer zum Wohle der Allgemeinheit brächten.

Dies betonte auch Bürgermeister Bernd Jansen, der erklärte, dass man nicht lernen könne, Feuerwehrmann zu sein, man müsse es aus tiefster Überzeugung sein. Den Ratheimer Kameraden bescheinigte er, dass „die Moral der Truppe stimmt“, weshalb er sich auf die nächsten hundert Jahre freue.

Das Jubiläum war Grund genug, um einige der Kameraden zu befördern und auszuzeichnen. „„Ganz im Stillen“ hatten Gödecke und Kreisbrandmeister Karl Heinz Prömper die Ehrungen ausgeheckt. So kamen sie für die meisten der Geehrten ziemlich überraschend.

Die Ehrennadel in Gold

Der stellvertretende Leiter der Ratheimer Löschgruppe, Norbert Houben, wurde zum Brandinspektor ernannt. Sven Lange wurde in den Rang des Brandmeisters erhoben, Karl-Heinz Eickmanns in den des Oberfeuerwehrmann.

Thomas Jodocy, der als Seiteneinsteiger zum Löschzug gekommen war, wurde in den Rang eines Feuerwehrmannes befördert. Lars Gödecke, Thomas Klempert und Roland Sieben wurden mit der Ehrennadel des Stadtfeuerwehrverbandes in Bronze ausgezeichnet. Die Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes in Silber ging an Bernd Gödecke, Norbert Houben und Klaus Wesselbaum. Stadtbrandinspektor Frank Just wurde mit der Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes in Gold ausgezeichnet. (hewi)

Foto: Koenigs
   

Leistungsnachweis des KFV Heinsberg 2008

Beim Leistungsnachweis des Kreisfeuerwehrverband Heinsberg e.V. war nicht nur der Austragungsort neu sondern auch die Regularien wurden geändert. Zum ersten Mal konnte auch eine Staffel das Ziel des Leistungsabzeichens erwerben.
Diese Änderung beruht auf die neue Dienstvorschrift FwDV 3. Durch diese Zusammenfassung soll auch einer Staffel der Erweb des Leistungsabzeichens ermöglicht werden.
Die Realschule in Heinsberg zeigte sich als geeignete Alternative zum Austragungsort in Oberbruch. Nur der Wettergott hatte, jedenfalls am Vormittag, etwas dagegen. Erst am Nachmittag schloss Petrus seine Schleusen. Wegen der Unfallgefahr wurde daher auch der Sportliche Wettkampf am Vormittag abgesagt. Die Tartanbahn war rutschig wie Schmierseife.
Die Änderung, dass auch eine Staffel teilnehmen kann, wurde aber positiv angenommen. Insgesamt 45 Gruppen / Staffeln nahmen am Leistungsnachweis 2008 teil.
394 Feuerwehrleute erwarben eine Leistungsnachweisspange oder nahmen für die Zwischenstufen teil.
Am Nachmittag konnte der Leistungsnachweis dann in allen Disziplinen durchgezogen werden.
Aus einem Fragenkatalog von 30 Möglichkeiten zu Themengebieten wie „Gefahren der Einsatzstelle“, „Elektrizität“, „Fahrzeug- und Gerätekunde“, „Atemschutz“ und „Einsatzgrundsätze“ müssen je drei Fragen von jedem Gruppen- bzw. Staffelmitglied beantwortet werden.
Seit 1977 wird der Leistungsnachweis im Kreis Heinsberg durchgeführt und ist bei den Löschgruppen im Kreisgebiet nach wie vor ein Anlass für Kontaktaufnahme der Löschgruppen untereinander und damit der Pflege der Kameradschaft.
Neben dem stellvertretenden Kreisbrandmeister Friedel Mannheims und dem stellvertretenden Kreisbrandmeister Hans Hubert Plum hatte der Schiedsrichterstab, dem alle Wehrleiter, deren Stellvertreter und weitere Führungskräfte angehörten, an diesem Tag eine Menge Arbeit, aber auch sehr viel Lob für gute Leistungen.

Verbandsnachrichten

Bei der Kreisausschusssitzung am 06. März 2008 wurden dem Kreisfeuerwehrverband Heinsberg e.V. 2400,00 € bewilligt. Dieses Geld dient dazu die Verbandsbeiträge an den Landesfeuerwehrverband Nordrhein-Westfalen für das „Haus Phoenix“ (den meisten besser bekannt als Feuerwehrerholungsheim Bergneustadt oder Haus Florian) zu leisten sowie für die Durchführung des jährlichen Leistungsnachweises für die Feuerwehren im Kreis
Heinsberg zu verwenden.
So heißt es in der Niederschrift: „Seit seiner Gründung im Jahre 1973 hat der Kreisfeuerwehrverband Heinsberg e. V. sich stets im Sinne einer zukunftsorientierten Entwicklung der Feuerwehren eingesetzt und dabei maßgeblich bei der Sicherstellung des Feuerschutzes mitgewirkt.
Der Kreisausschuss folgt dem Vorschlag der Verwaltung durch einstimmigen Beschluss.“
   

Großübung am 03. November 2007


„Absturz“ fordert alles von den Rettungskräften

Szenario für die größte Katastrophenschutzübung im Kreis Heinsberg seit zehn Jahren: Ein russisches Frachtflugzeug mit vier Personen an Bord ist abgestürzt. Die Maschine hat sich in die Hückelhovener Brikettfabrik gebohrt.
Kreis Heinsberg. Es war Gott sei Dank nur ein Übungsszenario für die fast 600 Helfer: Ein riesiger Feuerball und ein Rauchpilz über dem ehemaligen Zechengelände in Hückelhoven machen die Menschen darauf aufmerksam, dass etwas Schreckliches passiert sein muss. Ein russisches Frachtflugzeug mit vier Personen an Bord ist abgestürzt und hat sich in die Brikettfabrik gebohrt. Zu diesem Zeitpunkt arbeiten dort 25 Beschäftigte. Das Schlimmste ist zu befürchten, denn große Gebäudeteile sind nach dem Crash zusammengebrochen, weitere drohen einzustürzen. Flugzeugteile liegen überall verstreut. Durch ausgelaufenes Kerosin ist es zu mehreren Bränden in der näheren Umgebung gekommen. Ein Auto steht in Flammen. Unter Trümmerteilen sind Hilfeschreie zu hören; eingeklemmte Menschen versuchen, auf sich aufmerksam zu machen.

So stellte sich am Samstagmorgen die Übungslage dar bei der größten Katastrophenschutz-Übung im Kreis Heinsberg seit zehn Jahren. Ausgearbeitet worden waren die Pläne von einer Arbeitsgruppe um Kreisbrandmeister Karl-Heinz Prömper (Übungsleiter) mit dem stellvertretenden Kreisbrandmeister Hans-Hubert Plum (Einsatzleiter), dem Wegberger Wehrleiter Klaus Bodden, seinem Stellvertreter Dietmar Gisbertz, dem Leiter der IPO-Werkfeuerwehr, Michael Norbert, dessen Stellvertreter Gerhard Ramacher, dem Fachberater Feuerwehr Übach-Palenberg, Wilfried Boms, sowie Michael Andres vom Technischem Hilfswerk Hückelhoven und Josef Molls von der Feuerwehr Hückelhoven.

Krisenstab

Nach Eintreffen der ersten Feuerwehrkräfte aus Hückelhoven erkennt der Einsatzleiter sofort die Dimension des Unglücks und stuft es als Katastrophenlage ein. Die Alarmkette für einen solchen Fall wird in Gang gesetzt. Der Einsatzleiter fordert überörtliche Hilfe in Form weiterer Löschzüge an und bestimmt die Rundwäsche in Ratheim als Bereitstellungsraum. Parallel dazu beruft Landrat Stephan Pusch den Krisenstab in der Kreisleitstelle ein. Bei Großschadenslagen übernimmt der Kreis Heinsberg die Einsatzleitung. Wie es ein Massenanfall von Verletzten erfordert, werden zahlreiche Rettungskräfte in Marsch gesetzt. Neben dem Malteser Hilfsdienst und der Johanniter-Unfall-Hilfe ist auch das Deutsche Rote Kreuz in die Übung mit eingebunden. Von der Polizei ist Erster Polizeihauptkommissar Klaus Gutjahr der Ansprechpartner, vom Notärzteteam der Leitende Notarzt Dr. Rick Postma. Ein taktisch-operativer Stab aus Führungskräften von Feuerwehr, THW, Polizei und Leitendem Notarzt wird am Einsatzort gebildet.

Die Rettung von Menschenleben hat oberste Priorität, erweist sich jedoch als schwierig. Weil weitere Teile des Gebäudes einzustürzen drohen, müssen die Männer der drei THW-Ortsverbände Erkelenz, Hückelhoven und Übach-Palenberg Stützmaßnahmen einleiten. Nur so können die Verletzten, unter Beachtung des Eigenschutzes, durch die Feuerwehrleute befreit und dem Rettungsdienst übergeben werden. 25 Menschen werden verletzt gerettet, für zwei Menschen kommt aber jede Hilfe zu spät.

Schadstoffwolke

Als weiterer Schwerpunkt läuft parallel zur Menschenrettung die Brandbekämpfung. Löscheinheiten der Freiwilligen Feuerwehren aus fast allen Kommunen des Kreises sind im Einsatz. Hingezogen wird auch die für Gefährliche Güter und Stoffe (GSG) zuständige ABC-Komponente von Stadt und Kreis Aachen, die zusammen mit der Messeinheit Hückelhoven vor Ort Schadstoffmessungen vornimmt. Weil sich eine Schadstoffwolke über Kleingladbach weiter nach Gerderath bewegt, werden dort Warnungen veranlasst.

Die Katastrophenschutzübung dauerte über vier Stunden und hatte die Erprobung der Strukturen für die Bewältigung von Großschadensereignissen zum Ziel. Als Beobachter waren auch Landrat Stephan Pusch, Bezirksbrandmeister Manfred Savoir, Kreis-Dezernent Ludwig Schöppgens und Kreis-Ordnungsamtsleiter Kurt Schröder vor Ort. (g.s.)

Interview Pressesprecher Carsten von der Stück mit  

Treffen der Ehrenabteilungen 2007

Kameradschaft demonstriert

Großer Andrang beim Seniorentreffen der Feuerwehrkameraden aus dem Kreis Heinsberg

Das 33. Seniorentreffen der Feuerwehrkameraden aus dem Kreis Heinsberg wurde wieder zu einer Demonstration von Kameradschaft und bewies zugleich die gute Zusammenarbeit zwischen den Kommunen und den Löschgruppen. Der Kreisfeuerwehrverband Heinsberg hatte in die Mehrzweckhalle von Erkelenz-Lövenich eingeladen.

Die große und mit Exponaten aus dem Rheinischen Feuerwehrmuseum dekorierte Halle erwies sich bei diesem großen Andrang fast als zu klein. Welche Bedeutung diese Veranstaltung für die ins Ehrenamt überstellten Feuerwehrkameraden hatte, ließ die große Zahl an Ehrengästen erkennen. Dies wertete Kreisbrandmeister Karl-Heinz Prömper in der Begrüßung als besonderes Zeichen der Verbundenheit zu den Kameraden, die in vielen Jahren im ehrenamtlichen Dienst bei der Freiwilligen Feuerwehr zum Schutz der Bevölkerung im Einsatz waren.

Bevor das bunte Unterhaltungsprogramm eröffnet wurde, galt das Gedenken den 25 Kameraden, die im letzten Jahr gestorben waren. Dazu erklang als letzter Gruß das Lied vom guten Kameraden, gespielt vom Trommler- und Pfeifercorps Katzem.

Passende Tradition

Als Hausherr bezeichnete der Erkelenzer Bürgermeister Peter Jansen dieses Treffen als eine Tradition, die zur Feuerwehr passe. Den Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr unter dem Motto „Retten, bergen, löschen, schützen“ ausüben, sei schon etwas Besonderes, zumal die Kameradschaft in dieser Gemeinschaft über den aktiven Dienst hinaus gepflegt werde. Landrat Stephan betonte, dass ohne stete Bereitschaft der Freiwilligen Feuerwehr Schutz und Sicherheit der Bevölkerung nicht denkbar wäre.

Bei der Unterhaltung führte der Erkelenzer Stadtbrandinspektor Wolfgang Linkens durch ein buntes Programm, das vom Trommler- und Pfeifercorps Katzem und dem Städtischen Gesangverein Erkelenz musikalisch gestaltet wurde. Dass die Feuerwehren auch viel Humor besitzen, bewies die aus Feuerwehrmänner der Löschgruppe Hetzerath bestehend Gruppe „Disharmonie“ mit Gesang sowie die „Fire-Angels“ der Löschgruppe Gerderath mit zwei feurige Show-Tänze. Einen humorvollen Vorgeschmack auf die nahe Karnevalszeit vermittelten im Zwiegespräch José Coenen und Michael Leuer als „Die letzten zwei von 1911“. (dn)

Kreisfeuerwehrverbandsfest 2007

Rund 2000 Feuerwehrleute bildeten einen sehenswerten Festzug beim Kreisfeuerwehrverbandsfest als Bestandteil des Jubiläums der Löschgruppe Kirchhoven. Für Nostalgie im Festzug sorgte der restaurierte Schlauchwagen aus den Anfängen des vorigen Jahrhunderts. Fotos: Jennes
Das Festbankett war auch in Kirchhoven der Rahmen für zahlreiche Auszeichnungen, vorgenommen durch Schirmherrn Bürgermeister Josef Offergeld (Vordergrund links), Kreisbrandmeister Karl-Heinz Prömper (rechts) sowie Wehrführer Heinz-Willi Jansen (im Hintergrund links).



Heinsberg-Kirchhoven. Festtage wie aus dem Bilderbuch erlebte die Löschgruppe Kirchhoven, die ihr 100-jähriges Bestehen feierte. Der große Festzug im Rahmen des Kreisfeuerwehrverbandsfestes war nur einer der Höhepunkte im Festprogramm.

„So etwas habe ich, so lange ich in Kirchhoven lebe, noch nicht gesehen“, kommentierte nicht nur einer der Zuschauer am Straßenrand das imposante Bild. Die im Festzug mitgeführte, liebevoll restaurierte Feuerlöschspritze aus den Anfängen des vorigen Jahrhunderts war pure Nostalgie, während der ebenfalls restaurierte Schlauchwagen 2000 bei den älteren Feuerwehrleuten, aber auch Zuschauern so manche Erinnerung weckte. Dazu gesellte sich noch ein historisches Fahrzeug der Brandwehr aus dem niederländischen Brunssum.

„Es ist die bedingungslose Bereitschaft der Bevölkerung, ohne Ansehen der Person in Gefahr unter Einsatz des eigenen Lebens zu helfen“, stellte Schirmherr Bürgermeister Josef Offergeld beim Festbankett als das besondere Merkmal der Freiwilligen Feuerwehr heraus. Neben der Brandbekämpfung und der technischen Hilfeleistung sei die Feuerwehr aus dem Gemeindeleben nicht mehr wegzudenken. Als Beweis für die vorausschauende Nachwuchsarbeit, die die Grundlage für den Feuerschutz der Zukunft bilde, werte er die generationenübergreifende Zusammensetzung in der Löschgruppe Kirchhoven. „Hier erleben junge Menschen oft zum ersten Mal, wie sehr sie gebraucht werden und wie schön es ist, gebraucht zu werden. Bewahren sie sich bitte ihren Idealismus auch in der Zukunft und bleiben sie eine starke, einsatzbereite Löschgruppe“, war sein Wunsch für die Zukunft.

Nostalgie beim Blick zurück

Zu den musikalischen Gratulanten beim eindrucksvollen Festbankett gehörten der Instrumentalverein Kirchhoven, Liederkranz Lieck, Pfarr-Cäcilienchor Kirchhoven, Spielmannszug Kirchhoven und das Trommlerkorps Lieck.

Ans Rednerpult begaben sich Pfarrer Arnold Houf, Ortsvorsteher Johannes Geiser sowie Ortsringvorsitzender Herbert Rademacher, der auch durch den Abend führte. Kreisbrandmeister Karl-Heinz Prömper, der die Grüße von Bezirksbrandmeister Manfred Savoir übermittelte, sowie Stadtbrandinspektor Heinz-Willi Jansen kamen der Aufgabe nach, verdiente Feuerwehrkameraden zu ehren.

Delegiertentagung

Beim Kreisfeuerwehrverbandstag ausgezeichnet: Theo Rieken (2. v. l.), Friedel Mannheims (3. v. l.), Carsten von der Stück (Mitte) und Werner Kochs (3. v. r.). Es gratulierten: Schirmherr Bürgermeister Josef Offergeld (l.), stellvertretender Landrat Willi Paffen (2. v. r.) und Kreisbrandmeister Karl-Heinz Prömper (r.). Foto: Jennes

Feuerwehrleute setzen sich vorbildlich ein

Bereitstellung moderner Ausrüstung für die Wehren sei eine sehr ernst zu nehmende Verpflichtung aller Kommunen, sagt der Heinsberger Bürgermeister. Dank für Engagement. 3494 Köpfe zählt der Kreisverband. Ehrungen.

Kreis Heinsberg. Die Feuerwehren bei ihrer Aufgabe durch die Bereitstellung moderner Ausrüstung zu unterstützen, sei eine sehr ernst zu nehmende Verpflichtung aller Kommunen, unterstrich der Heinsberger Bürgermeister Josef Offergeld in seinem Grußwort zum 33. Kreisfeuerwehrverbandstag. Gastgeber war in der Mehrzweckhalle in Heinsberg-Kirchhoven die örtliche Löschgruppe im Rahmen der Feierlichkeiten zu ihrem 100-jährigen Bestehen. Stellvertretend für die Bürgermeister der Städte und Gemeinden dankte er – ebenso wie der erste stellvertretende Landrat, Willi Paffen – den aktiven Feuerwehrleuten, die sich vorbildlicher Weise uneigennützig für das Gemeinwohl einsetzen würden.

Eröffnet wurde die Versammlung von Kreisbrandmeister Karl-Heinz Prömper, der in seinem Jahresbericht die Aktivitäten erläuterte. 3494 Feuerwehrleute zählte der Kreisverband zu Jahresbeginn, davon 2306 aktive Kräfte, 777 als Mitglieder der Ehrenabteilung sowie 411 Jungen und Mädchen in der Jugendfeuerwehr. Die Zahl der Einsätze reduzierte sich im vergangenen Jahr um 250 auf insgesamt 1734; allerdings erhöhte sich die Zahl der Brandeinsätze um 127 auf 608.

So sicher wie möglich

32 im Dienst verletzte Kameraden (ein Plus von 15) veranlassten den Kreisbrandmeister zu der Feststellung, dass die Bemühungen, so sicher wie möglich zu arbeiten, um Unfälle zu vermeiden, verstärkt werden müssten. Er appellierte an alle Führungskräfte, auch auf diesem Gebiet verantwortungsvoll zu handeln und konsequent einzugreifen, wenn Kameraden sich nicht sicherheitsgerecht verhalten würden.

Ein Lob gab es für die Aus- und Fortbildung der Wehren im Kreis Heinsberg.

Ein weiteres Thema war die Vorsorgeplanung für den Massenanfall von Verletzten. Bei der Fußball-WM waren auch bereits Feuerwehrleute aus dem Kreis Heins-berg eingebunden. Das nächste Großereignis steht mit der großen Jubiläumsveranstaltung der Nato-Basis in Geilenkirchen-Teveren ins Haus.

Über die engagierte Arbeit in der Jugendwehr berichtete Kreisjungendfeuerwehrwart Franz Aretz.

Der Kreisfeuerwehrverbandstag bot den idealen Rahmen, um verdiente Feuerwehrkameraden auszuzeichnen. Mit dem Ehrenkreuz des Deutschen Feuerwehrverbandes in Gold zeichnete Prömper Stadtbrandinspektor Theo Rieken, den Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Wassenberg, aus. Das Feuerwehrehrenkreuz in Silber des Landes NRW erhielten Hauptbrandmeister Werner Kochs von der Löscheinheit Dremmen der Freiwilligen Feuerwehr Heinsberg sowie Stadtbrandinspektor Friedel Mannheims von der Feuerwehr Übach-Palenberg, der zugleich stellvertretender Kreisbrandmeister ist. Die Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes in Gold gab es für Pressewart Carsten von der Stück aus Heinsberg.

Zum Abschluss der Tagesordnung wurde der Delegiertentag 2009 an die Löschgruppe Porselen der Freiwilligen Feuerwehr Heinsberg vergeben. (ej)

 

Jugendgruppenleiter Lehrgang 2007